ATP Tennis Rekorde der Herren

Jeder Profisportler träumt davon, zu einer Legende seines Sports zu werden. Tennisspieler bilden dabei keine Ausnahme. Der beste Weg, dieses Ziel zu erreichen, ist es, Rekorde zu brechen und so gut in neuer Form aufzustellen, dass kein anderer sie schlagen kann. Darum Ehre, wem Ehre gebührt: Werfen wir in diesem Beitrag einen Blick auf die Männer, die schon zu Legenden des Tennissports geworden sind.

Tennisrekorde der Herren in der Übersicht

  • Längste Siegesserie: Guillermo Vilas (46 Siege)
  • Meiste Wochen auf Platz 1: Roger Federer (310 Wochen)
  • Meiste Grand-Slam Titel: Roger Federer (20 Titel)
  • Wimbledon Rekordchampion: Roger Federer (8 Titel)
  • Meiste Masters Titel: Rafa Nadal (33 Titel)
  • Golden Masters Rekord: Novak Djokovic (alle 9 Masters Turniere)
  • Meiste ATP Titel: Jimmy Connors (109 Titel)
  • Kürzestes Match: Nieminen – Tomic am 20. März 2014 (28min)
  • Längstes Match: Federer – Del Potro bei Olympia 2012 (4h 28min)
  • Längstes Match (Grand Slam): Isner – Mahut am 22. Juni 2010 (11h 5min)
  • Härtester Aufschlag: Samuel Groth (263 km/h)
  • Beste Jahresbilanz: John McEnroe 1984 (82 Siege zu 3 Niederlagen)

ATP Rekorde: Die meisten Siege

Nach aktuellem Stand hält immer noch die ATP Legende Jimmy Connors den Rekord für die meisten Siege. 1256 Siege in beeindruckenden 1535 Partien konnte Connors im Verlauf seiner Karriere verbuchen. Damit erreichte er auch eine starke Siegquote von 81,82%. Nur Roger Federer könnte aktuell Connors‘ Rekord gefährlich werden. Der schweizer Rekordspieler hält aktuell bei 1188 Siegen. Den besten Wert bei der Siegquote hat übrigens aktuell Rafael Nadal, der mit 82,99% die Bestmarke von Tennis Legende Björn Borg (82,73%) überbietet.

ATP Turnier Siege
Spieler/Land Turniersiege Siegquote
1 Jimmy Connors 🇺🇸 109 81,88%
2 Roger Federer 🇨🇭 102 82,18%
3 Ivan Lendl 🇨🇿 94 81,53%
4 Rafael Nadal 🇪🇸 83 82,99%
5 John McEnroe 🇺🇸 77 81,65%
6 Novak Djokovic 🇷🇸 75 82,72%
7 Pete Sampras 🇺🇸 64 77,44%
7 Björn Borg 🇸🇪 64 82,73%
9 Guillermo Vilas 🇦🇷 62 76,02%
10 Andre Agassi 🇺🇸 60 76,05%

Den Rekord für die längste Siegesserie bei einem Turnier hat der Spanier Rafa Nadal: Er gewann die Monte Carlo Masters acht Mal in Serie. Nadal hält seit 2018 auch den Rekord für die meisten gewonnenen Sätze in Serie auf dem selben Belag. Mit 50 gewonnenen Sätzen auf Sand übertraf Nadal McEnroes Bestmarke von 49 Sätzen, ehe Dominic Thiem die Serie stoppen konnte.

Rekorde bei Masters und Major Turnieren

Den Rekord für meisten Grand Slam Einzeltitel hält hingegen Roger Federer. Er konnte 20 Mal eines der vier großen Turniere gewinnen, zuletzt die Australian Open 2018. In der Statistik über die meisten Einzelsiege bei Turnieren insgesamt steht der Schweizer mit 96 Siegen derzeit auf dem zweiten Platz. Um diesen Rekord zu holen, muss sich Federer noch einmal strecken. Jimmy Connors gewann 108 Turniere.

Mit seinem Sieg bei den Western & Southern Open in Cincinnati 2018 machte sich Novak Djokovic zum ersten Spieler der ATP Tour, der alle Masters Turniere zumindest einmal gewinnen konnte. Seit der Einführung der Masters Serie 1990, konnte niemand alle 9 Masters Turniere gewinnen. Djokovic ist nun der erste ATP Spieler der sich als „Golden Masters“ Sieger bezeichnen darf.

Der schnellste Aufschlag der Geschichte

Rekordaufschläger Sam Groth
Wikimedia, Christian Mesiano (CC BY-SA 2.0)

Dieser Rekord ist noch recht jung und zeigt, wie sehr sich der Tennissport weiter entwickelt hat: Samuel Groth kam in einer Partie im März 2012 auf den sensationellen Wert von 263 Stundenkilometer.

Bis dahin galt der Kroate Goran Ivanisevic als der Experte schlechthin für schnelle Aufschläge. Ihn kann trösten, dass er nach wie vor den Rekord für die meisten Asse pro Saison hälft. Er schlug 1996 gleich 1477 der direkten Punktgewinne. Allerdings wird diese Statistik erst seit 1991 geführt.

Bezüglich Asse war das Spiel zwischen John Isner und Nicolas Mahut beim Grand Slam Turnier in Wimbledon 2010 der pure Wahnsinn: Isner schlug 112 Asse in der Partie und hält den Rekord für die meisten direkten Punktgewinne nach Aufschlag in einem Spiel. Sein Gegner Mahut kam in derselben Partie auf 103 Asse und steht in den Rekordbüchern auf Rang zwei. Beide pulverisierten den bisherigen Bestwert von 78 Assen. Eine Return-Galavorstellung war das Match dafür allerdings nicht.

Rekordspieler Federer: Der Mann für die Finale

Roger Federer
Wikimedia, Schulerst (CC BY-SA 4.0)

Aber noch einmal zurück zu Federer, der ohne jede Frage eine Legende seines Sports ist: Er hält noch einen ganz besonderen Rekord: Ihm gelang es zwischen 2005 und 2007 gleich zehn Tennis Grand Slam Finale in Folge zu erreichen. Dies hatte bis dahin und seitdem kein anderer Spieler geschafft. 2006 schaffte es Federer zudem in 16 von 17 Turnieren ins Endspiel (94,1%) – und stellte damit einen weiteren Tennisrekord auf. Weiters hält der Schweizer auch die Bestmarke für die meisten Finalteilnahmen bei einem Turnier. In Basel erreichte Federer unglaubliche 14 Mal das Endspiel. Neun mal konnte sich „FedEx“ dabei dann auch den Turniersieg holen. Generell ist das Turnier in Basel eine Sammlung an Federer-Superlativen. Seit 2006 stand Lokalmatador Federer in jedem Jahr außer 2016 im Finale „seines“ Turniers.

Rafael Nadal gewinnt Roland Garros 2014
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

Was Basel für Roger Federer ist, das ist Roland Garros für Rafa Nadal. Unglaubliche 12 French Open Titel hat der Mallorquiner mittlerweile zu Buche stehen. Jede einzelne seiner Finalteilnahmen endete mit dem Titelgewinn. Kein anderer Spieler in der ATP Geschichte kommt auch nur annähernd an Rafa Nadal heran, wenn es um die Anzahl an Siegen bei einem Major geht. Roger Federer kommt mit 8 Grand Slam Erfolgen in seinem „Wohnzimmer“ in Wimbledon noch am nächsten. Novak Djokovic komplettiert die Dominanz der „Big Three“ bei Grand Slam Turnieren mit beachtlichen 7 Turniersiegen in Melbourne.

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