Tennis News 2020

In unserem Abschnitt zum Thema Tennis Nachrichten und News findet ihr alles rund um die aktuellsten Ereignisse im Tennissport. Egal ob ATP World Tour oder WTA Tour – bei uns seid ihr an der richtigen Stelle. Wann steht der nächste Davis-Cup Termin auf dem Spielplan und wer startet dort als Favorit auf den Sieg? Diese Frage beantworten wir ebenso, wie jene nach Form und Verfassung der Stars für die nächsten Grand Slams oder andere Turnier.
Zudem erfährst du bei uns, wie es um deine Lieblingsspieler bestellt ist. Gibt es Verletzungen, wie ist die aktuelle Verfassung und wie stehen die Chancen auf einen Turniersieg? Wir informieren dich in unserer News Abteilung über all diese Fragen und beantworten auch sonst Relevantes, das im Zusammenhang mit der gelben Filzkugel steht.
Außerdem geben wir auch einen Überblick über die aktuell besten Wetten und Siegquoten für anstehende Großereignisse. Bei uns bekommt ihr aber nicht nur Infos zu den Großereignissen wie Wimbledon oder der French Open – denn vielfältige und abwechslungsreiche Berichterstattung wird bei uns groß geschrieben. So gibt es aktuelle Meldungen zu Challenger Turnieren, ebenso wie über die Serie der Ex-Profis, den Championship Turnieren. Es sollte also für jeden Tennisfan etwas dabei sein.

Premierentitel für Tsitsipas in Monaco

Griechenlands Nummer eins Stefanos Tsitsipas hat in Monte Carlo Geschichte geschrieben und sich erstmals in seiner Karriere zum Masters-Sieger gekrönt. Der Fünfte der Weltrangliste setzte sich in einem überraschend einseitigen Finale gegen Andrey Rublev mit 6:3, und 6:3 durch und feierte seinen ersten Triumph im Fürstentum.

Perfekte Woche in Monaco

Stefanos Tsitsipas Aufschlag
Carine06 from UK [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Tsitsipas krönte damit eine bärenstarke Turnierwoche, in der er hochklassiges Tennis zeigte. Besonders im Endspiel präsentierte sich der Athener in Überform und ließ Rublev keine Chance. Beide Spieler hatten im Vorfeld noch kein Masters für sich entscheiden können. Aufgrund seines überraschenden Viertelfinal-Erfolgs gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal galt der Russe sogar als leichter Favorit.

Tsitsipas aber nutzte seine Chancen im insgesamt dritten Masters-Finale eiskalt und ließ der Nummer acht der Welt schlussendlich keine Chance. Im gesamten Turnierverlauf gab der 22-jährige damit keinen einzigen Satz ab. Nach dem Gewinn der ATP Finals 2019 (Tennis Wetten hat berichtet) ist es der zweite große Titel in seiner Laufbahn. „Ich kann meine Gefühle gar nicht richtig beschreiben“, jubelte ein emotionaler Sieger, der die Woche als „die beste meines Lebens“ bezeichnete.

Rublev überholt König Roger

Rublev hingegen kann sich lediglich damit trösten, im ATP Ranking auf Platz sieben vorgerückt zu sein. Der 23-jährige liegt nun vor Roger Federer, Alexander Zverev konnte er aber knapp nicht abfangen. Besonders sein Sieg über Nadal, der beim Monte Carlo Masters eigentlich ein Dauerabo auf den Titel hat, wertet die Bilanz des Russen aber auf – damit wurde deutlich, dass der Superstar aus Spanien heuer auf seinem Parade-Belag möglicherweise nicht unantastbar ist. Bevor ab 3. Mai in Madrid das nächste Masters ansteht, gastiert die ATP Tour derzeit in Barcelona und Belgrad.

🎾 Zum ATP Spielplan 2021 🎾

Nicht dabei ist weiterhin Dominic Thiem. Der Österreicher laboriert an einer Knieverletzung und muss das Turnier in der serbischen Hauptstadt auslassen. Wann der 27-jährige seine Sandplatzsaison beginnen kann, ist weiterhin ungewiss. Besonders im Hinblick auf die French Open, dem erklärten Saisonziel des US Open-Siegers, ist die Situation Thiems derzeit mit einem Fragezeichen versehen.

Djokovic-Aus in Monte Carlo

Überraschung in der im Achtelfinale der Monte Carlo Masters 2021. Weltranglisten Leader Novak Djokovic muss sich gegen Daniel Evans mit 4:6, 5:7 geschlagen geben und verpasst damit frühzeitig die Chance auf seinen dritten Titel im Fürstentum. Während Rafael Nadal souverän bleibt, musste auch Alexander Zverev bereits die Koffer packen.

Auch Zverev bereits out

Novak Djokovic
Tatiana (CC BY-SA 2.0)

Dabei war der „Djoker“ als klarer Favorit ins Duell gegen den britischen Außenseiter Evans gegangen. Die serbische Nummer 1 konnte aber nicht an seinen starken Auftritt gegen Jannik Sinner anknüpfen. In beiden Sätzen gelang dem Serben kein Break, während sein 30-jähriger Gegner jede seiner Chancen eiskalt nutzte und sich am Ende verdient durchsetzen konnte. Auf den Überraschungsmann wartet im Viertelfinale David Goffin, der Alexander Zverev bezwang.

In einem hochklassigen Match gelang dem Belgier im ersten Satz das wichtige Break zum schlussendlichen 6:4. Das zweite Set ging sogar ins Tiebreak. Erneut bewies der ehemalige Kitzbühel-Sieger Nerven und behielt mit 9:7 die Oberhand. Keine Blöße gab sich indes bisher Stefanos Tsitsipas. Der Grieche kam bislang ohne Satzverlust ins Turnier und zählt mittlerweile bei den Tennis Wetten der Bookies zu den Topfavoriten auf den Titel. Im Viertelfinale wurde ihm die Aufgabe aber erleichtert, da Alejandro Davidovich Funka im ersten Satz verletzungsbedingt aufgeben musste.

Nadal gewohnt souverän

Rafael Nadal am French Open Center Court Philippe Chartrier
François GOGLINS / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Auf einen echten Kracher dürfen sich die Fans beim Duell zwischen Rafael Nadal und Andrey Rublev freuen. Der spanische Sandplatz-Spezialist gab sich bislang keine Blöße. In Runde zwei fertigte der Monte Carlo Rekordsieger Grigor Dimitrov mit 6:1, 6:1 ab. Gegen den blendend disponierten Rublev erwartet den Mallorquiner aber wohl eine schwierigere Aufgabe. Abgerundet werden die Viertelfinalspiele mit dem Duell zwischen Fabio Fognini und Casper Ruud. Fognini, der die bislang letzte Auflage 2019 gewinnen konnte, präsentiert sich auch heuer als Monaco-Spezialist und spazierte in die Runde der letzten 16. Ein deutlich härterer Fight ist gegen Ruud zu erwarten. Der Norweger bezwang mit French Open-Halbfinalist Diego Schwartzman und Pablo Carreno Busta zwei absolute Sandplatz-Spezialisten und will als erster Spieler seines Landes in ein Masters-Semifinale einziehen.

Monte Carlo Standortbestimmung für Roland Garros

Wie geht es nach Monte Carlo weiter? Das erste Sandplatz Masters ist im ATP Spielplan ja immer auch eine erste Standortbestimmung für French Open Wetten. Bis zu Roland Garros sind aber noch eine ganze Menge Turniere auf Sand zu bestreiten. Unter anderem stehen dabei noch die Kracher in Barcelona, Madrid und Rom auf dem Programm, ehe nach den French Open die Rasen Saison beginnt.

Rolex Monte-Carlo Masters – Tipps & Wettquoten

Die Sandplatzsaison ist eröffnet! Mit dem Rolex Monte-Carlo Masters in Monaco steht ab 11. April bereits das erste große Highlight auf Asche an. Das Event zum Fürstentum gehört zu den prestigeträchtigsten Masters1000 Turnieren im ATP Spielplan 2021 und findet zum bereits 114. Mal statt. Nachdem im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 1945 nicht gespielt wurde, kehrt die Tour heuer in das Mekka der Reichen und Schönen zurück.

Key Facts Monte Carlo:

  • 13 – 21. April
  • Erstmalige Austragung: 1897
  • Belag: Sand
  • Preisgeld: 4.872.105€
  • Rekordsieger: Rafael Nadal (11x)
  • Titelverteidiger: Fabio Fognini
Rafael Nadal am French Open Center Court Philippe Chartrier
François GOGLINS / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

In der langen Turniergeschichte prägte besonders ein Spieler das Turnier. Wie sollte es anders sein, ist „Sandplatzkönig“ Rafael Nadal Rekordsieger in Monte Carlo. Der Spanier gewann elf Mal – davon unglaublich acht Mal in Folge – im Fürstentum. Seit 2005 gelang es lediglich zweimal Novak Djokovic und je einmal Stan Wawrinka und Fabio Fognini, diese Serie zu durchbrechen. Der Italiener geht 2021 auch als Titelverteidiger ins Turnier. Wer hat 2021 die Nase vorn? Wir haben den Gesamtsieg Quoten Vergleich der Tennis Wettanbieter.

ATP Monte Carlo Masters Gesamtsieger 2021
Tipico LogoBwin LogoBetway LogoBet365 Logo
🇪🇸 R. Nadal1,701,721,721,70
🇷🇸 N. Djokovic3,003,003,003,25
🇷🇺 D. Medvedev
🇦🇹 D. Thiem
🇬🇷 S. Tsitsipas12,0011,0011,0011,00
🇷🇺 A. Rublev19,0019,0019,0019,00
🇩🇪 A. Zverev19,0023,0019,0019,00
weitere SpielerTipicoBwinBetwayBet365

Zweikampf bei Thiem-Abwesenheit?

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Gleich zwei große Namen fehlen in Monaco. Sandplatz Spezialist Dominic Thiem, der sich seit Saisonbeginn in einer hartnäckigen Krise befindet, verzichtet ebenso auf ein Antreten wie Routinier Roger Federer. Somit muss der Schweizer, der im Laufe seiner einzigartigen Karriere so gut wie alles gewonnen hat, weiterhin auf einen Titel im Zwergstaat warten. Vielleicht versucht es „FedEx“ auch dieses Jahr für eine perfekte Vorbereitung für die Rasen Saison auf Turniere auf Sand zu verzichten.

Nadal US Open 2016

Topfavorit kann in Monte Carlo nur einer sein. Rafael Nadal ist nach wie vor der unbestritten beste Spieler auf Sand, das untermauern auch seine Tennis Rekorde. Besonders an der Cote d’Azur fühlt sich der Mallorquiner pudelwohl, wie seine elf Triumphe eindrucksvoll beweisen. Das aktuelle Leistungslevel des Superstars lässt sich zwar nur schwer einschätzen, es ist aber davon auszugehen, dass der 13-fache French Open-Sieger rechtzeitig zum ersten Sand-Highlight in Topform ist. Härtester Konkurrent des bekennenden Real Madrid-Fans dürfte einmal mehr Dauerrivale Novak Djokovic sein. Der Serbe startete die Saison mit seinem Australian Open-Erfolg in eindrucksvoller Manier und will auch auf Sand sofort eine Duftmarke setzen. Der 33-jährige konnte bereits zweimal in Monaco gewinnen. Zweimal war im Finale allerdings ausgerechnet Nadal eine Nummer zu groß. Der „Kampf der Giganten“ könnte erneut für Spannung sorgen.

„NextGen“ um Medvedev und Tsitsipas fordert Elite

Im Schatten der beiden Topstars gibt es mehrere Spieler, welche die Phalanx des Spitzenduos brechen wollen. Angeführt werden die Herausforderer von Daniil Medvedev. Der Russe entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem absoluten Weltklassespieler und untermauerte dies nicht zuletzt bei den Australian Open, wo erst im Finale Endstation war (Tennis Wetten hat berichtet). Sand ist zwar nicht unbedingt der Lieblingsbelag des 24-jährigen, sein konstantes Spiel funktioniert aber im Prinzip überall und könnte auch in Monaco zum Erfolgsrezept werden.

Ähnlich hoch ist auch Stefanos Tsitsipas einzuschätzen. Die griechische Nummer eins zeigte bislang eine starke Saison, konnte im Fürstentum bislang aber noch nicht überzeugen. Für den Athener ist alles angerichtet, um diese Unserie heuer zu beenden und vielleicht sein erstes Masters zu gewinnen. Auf der Rechnung muss man auch Alexander Zverev haben. Der Deutsche präsentierte sich heuer noch nicht konstant, gerade in seiner Wahlheimat könnte ihm aber der Knopf aufgehen. Gefährliche Außenseiter sind die beiden Sandplatz-Experten Diego Schwartzman und Matteo Berrettini. Besonders der kleine Argentinier zeigte in der vergangenen Saison auf und könnte in Monte Carlo nahtlos daran anknüpfen. Vieles zuzutrauen ist auch Fabio Fognini, der italienische Routinier gewann hier vor zwei Jahren sein bislang einziges Masters – Grund genug, um voller Selbstvertrauen den nächsten Angriff Richtung Titel zu starten.

Wichtiger Indikator für Roland Garros

Das erste Sandplatz Masters der Saison ist in jedem Fall eines – ein wichtiger Indikator für die French Open Wettquoten der Tennis Buchmacher. Während man bei Wettanbietern in der Regel erst nach der Qualifikation Tipps auf die Turnier-Gesamtsieger abgeben kann, ist dies für die Grand Slam Turniere schon jetzt als Langzeitwette möglich. Tendenziell gilt dabei je früher die Wette  platziert wird, desto höher die Quote. Wettfans wissen aber natürlich, dass derartige Langzeitprognosen sehr unsicher sind. Daher ist es wichtig, die Turniere auf dem jeweiligen Belag vor dem Major Turnier genau zu analysieren und auszuwerten.

Einem spannenden Auftakt zur Sandplatz Saison steht also nichts mehr im Wege. Wir freuen uns schon auf spektakuläre Duelle im roten Sand von Monte Carlo!

Hurkacz gewinnt Miami Masters 2021

Die Überraschung ist perfekt. Hubert Hurkacz gewinnt die Miami Open und feiert damit den bislang größten Erfolg seiner Karriere. Der 24-jährige Pole setzte sich im Finale gegen Jannik Sinner 7:6(4), 6:4 durch und krönte sich damit zum ersten Masters-Sieger aus Polen.

Polnische Tennisgeschichte

Hubert Hurkacz
si.robi, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

In einem hart umkämpften ersten Satz behielt Hurkacz die Nerven, nahm dem italienischen Youngster beim Stand von 5:6 den Aufschlag ab und setzte sich im Tiebreak mit 7:4 durch. Danach spielte sich der Pole in einen Rausch und stellte im zweiten Set rasch auf 4:0. Sinner, dem die Strapazen des Turniers deutlich anzumerken waren, kämpfte zwar tapfer weiter und kam nochmal auf 3:4 heran, Hurkacz ließ sich den Sieg aber nicht mehr nehmen und verwertete seinen ersten Matchball zum Titelgewinn.

Für den 24-jährigen ist es der insgesamt dritte auf der ATP Tour. Erstmals aber handelte es sich um ein Masters-Event. „Es fühlt sich unglaublich an“, jubelte ein emotionaler Hurkacz, der mit seinem Erfolg polnische Sportgeschichte schrieb – nie zuvor konnte ein Pole ein ATP-Masters für sich entscheiden. Auch in der Weltrangliste macht der Breslauer einen Satz nach vorne und steht nun auf dem 16. Platz.

Nächste Sinner-Talentprobe

Grund zur Freude hatte trotz der Finalpleite auch Sinner. Der 19-jährige Südtiroler bewies einmal mehr, dass er das „Next Big Thing“ der Tenniswelt sein könnte und zeigte in Miami ein sensationelles Turnier. Mit dem knapp verpassten Titelgewinn hätte es Sinner zudem gelingen können, in einen erlesenen Kreis der Tennis-Granden einzutreten. Im Teenageralter konnten bislang lediglich Novak Djokovic, Rafael Nadal, Michael Chang, Andrey Medvedev und Andre Agassi ein Masters gewinnen. In Monaco, Madrid und Rom hat der Mann aus Innichen aber drei weitere Chancen, diesen Meilenstein zu erreichen.

Im ATP Spielplan 2021 wird derzeit in Cagliari und Marbella, wo jeweils 250er-Events stattfinden, aufgeschlagen. Mit den Monte Carlo-Masters folgt dann gleich das nächste Saisonhighlight – das erste auf Sand. Bei uns gibt es natürlich wieder die entsprechenden Tennis Wetten zum Turnier.

Spannung bei Miami Masters 2021

Mit den Miami Open ist das erste Masters1000 im WTA und ATP Spielplan 2021  in vollem Gange. Im Laufe der ersten drei Runden bereits die ein oder andere Überraschung. Auch bei den Damen, die aktuell ebenfalls im „Sunshine State“ aufschlagen, mussten schon einige Miami Open Quoten Favoritinnen die Segel streichen.

Frühes Aus für deutsche Asse

Prominentestes Opfer im Herreneinzel war Alexander Zverev. Der Deutsche musste sich in Runde zwei sensationell dem Finnen Emil Ruusuvuori in drei Sätzen geschlagen geben. Nach einem souveränen 6:1-Auftakset brach der dreifache Masters-Sieger völlig ein und unterlag schließlich deutlich mit 6:1, 3:6, 1:6. Für Ruusuvuori könnte die Reise hingegen weit gehen, im Achtelfinale soll gegen Jannik Sinner die nächste Überraschung her.

Daniil Medvedev
CORNUT [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Zu kämpfen hatte auch der topgesetzte Daniil Medvedev in der dritten Runde gegen Alexei Popyrin. Der Favorit der Tennis Buchmacher setzte sich aber im Tiebreak des dritten Satzes durch und trifft im Achtelfinale auf Lokalmatador Frances Tiafoe. Der Youngster ist neben Taylor Fritz, John Isner und Sebastian Korda einer von insgesamt vier US-Amerikanern, die noch im Turnier vertreten sind – eine starke Bilanz für die Gastgeber. Mit Spannung darf der Kracher der dritten Runde zwischen Stefanos Tsitsipas und Kei Nishikori erwartet werden. Griechenlands Nummer eins ist zwar Favorit, Routinier Nishikori ist aber immer für eine Überraschung gut.

WTA Feld mit Überraschungen

Im Dameneinzel setzte es für Deutschlands Superstar Angelique Kerber einmal mehr eine Enttäuschung. Gegen Viktoria Azarenka war für Kerber bereits in der dritten Runde Schluss. Auch Mitfavoritin Simona Halep ist bereits ausgeschieden. Die ehemalige Nummer eins der Welt konnte ihr Drittrunden-Match gegen Anastasja Sevastova aufgrund einer Verletzung gar nicht erst bestreiten. Kampflos zog auch Topfavoritin Naomi Osaka ins Achtelfinale ein, wo die bisher stark aufspielende Belgierin Elise Mertens wartet. US-Hoffnung Sofia Kenin musste sich hingegen überraschend der Tunesierin Ons Jabeur geschlagen geben, die damit ihren Aufwärtstrend in dieser Saison fortsetzt. Ebenfalls noch dabei ist die topgesetzte Ashleigh Barty nach einem klaren Erfolg über Jelena Ostapenko.

Miami Open 2021 – Quoten & Wetten

Welcome to Miami! Von 22. März bis 4. April geht es für die Stars der ATP und WTA in Florida um den ersten Masters bzw. WTA1000-Titel im WTA und ATP Spielplan 2021. Nachdem beide Turniere im Vorjahr der Corona-Pandemie zum Opfer fielen, sind die Miami Gardens heuer zurück im Kalender. Sowohl bei den Herren, als auch bei den Damen ist das zweite große Highlight nach den Australian Open jedoch von Absagen geprägt. So fehlen erstmals seit 2004 bei einem Masters die „großen Drei“ Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic.

Auch bei den Damen fehlt mit Lokalmatadorin Serena Williams ein prominenter Name. Die achtfache Miami Siegerin und damit erfolgreichste Spielerin in der Geschichte des Turniers wird 2021 nicht an den Start gehen. Nichtsdestotrotz ist das Feld hochklassig besetzt und verspricht Hochspannung.

Bei der bislang letzten Auflage 2019 war übrigens bei den Herren Roger Federer siegreich. Mit insgesamt sechs Titeln sind jedoch Andre Agassi und Novak Djokovic die erfolgreichsten ATP Spieler der Turniergeschichte. Im Dameneinzel strebt Ashleigh Barty die Titelverteidigung an. Die Australierin gilt bei den Tennis Wetten der Buchmacher als Mitfavoritin auf den Sieg.

Nach Absagen von Djokovic, Nadal & Federer – „NextGen“ im Fokus

Daniil Medvedev
CORNUT [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Neben den Superstars Federer, Nadal und Djokovic fehlt auch Dominic Thiem im Sunshine State. Der zuletzt formschwache Österreicher will sich indes voll auf die Sandplatzsaison konzentrieren. Als Nummer eins geht somit Daniil Medvedev ins Turnier. Der Russe konnte bislang eine starke Saison zeigen. So musste er sich beispielsweise bei den Australian Open erst im Finale dem überragenden Djokovic geschlagen geben. Der 24-jährige wartet zwar noch auf den ersten Grand Slam-Titel, hat aber bereits den Sieg bei den ATP Finals und drei Masters-Erfolge auf der Habenseite. In Miami zählt er nicht zuletzt auch deshalb zu den absoluten Topfavoriten. Ähnliches gilt auch für Medvedevs Intimfeind Stefanos Tsitsipas, der auf zwei gesetzt ist.

Die beiden ATP Stars haben sich in der Vergangenheit sowohl auf als auch abseits des Platzes nichts geschenkt und der 23-jährige Grieche Tsitsipas musste sich zuletzt ausgerechnet Russlands Nummer eins in Melbourne im Semifinale geschlagen geben. Dementsprechend groß ist das Ansinnen Tsitsipas‘ auf Revanche. Bei den Miami Open könnten sich die beiden ein erneutes Duell liefern.

ATP Miami Open Gesamtsieger 2021
Tipico LogoBwin LogoBetway LogoBet365 Logo
🇷🇺 D. Medvedev2,302,402,502,50
🇷🇺 A. Rublev3,804,504,503,75
🇬🇷 S. Tsitsipas4,705,005,005,00
🇮🇹 J. Sinner11,0012,0012,0012,00
🇨🇦 M. Raonic15,0015,0015,0015,00
🇪🇸 R. Bautista-Agut15,0015,0015,0015,00
weitere SpielerTipicoBwinBetwayBet365
* Betway verbesserte Quote

Zverev mit unter den Titelkandidaten

Zverev US OpenGanz oben auf der Rechnung muss man auch Alexander Zverev haben. Der Deutsche kämpfte sich nach einem schwierigen 2019 im Vorjahr zurück an die Weltspitze und konnte bereits drei Masters für sich entscheiden. Der Schlüssel für ein erfolgreiches Turnier liegt beim Hamburger darin, sein bestes Tennis konstant abzurufen, was ihm jedoch in der jüngeren Vergangenheit nicht immer gelang. Den Kreis der Topfavoriten rundet schlussendlich Andrey Rublev ab. Der Russe spielte bereits im Vorjahr eine starke Saison und konnte diese Form auch ins neue Jahr mitnehmen. Auf den ganz großen Erfolg wartet Rublev aber noch. Bislang waren vier ATP500-Titel das höchste der Gefühle. Gut möglich aber, dass dem 23-jährigen in Miami endgültig der Knopf aufgeht.

Zu den Mitfavoriten zählen auch Diego Schwartzman, Roberto Bautista Agut, David Goffin, sowie die beiden kanadischen Youngsters Denis Shapovalov und Felix Auger-Aliassime. Die US-Hoffnungen liegen indes auf John Isner und Taylor Fritz. Besonders Routinier Isner fühlt sich in Miami wohl. 2018 konnte er dort nämlich den bislang letzten Heimsieg für die Gastgebernation feiern.

Barty um Titelverteidigung

Bei den Damen geht Ashleigh Barty als Nummer eins und Titelverteidigerin ins Turnier. Dementsprechend ist die Australierin auch unter den Topfavoritinnen. Die Tennis Buchmacher sehen aber in Naomi Osaka noch eine Spielerin vor Barty. Die Japanerin strotzt nach ihrem Sieg bei den Australian Open vor Selbstvertrauen und könnte den nächsten großen Titel nachlegen.

WTA Miami Open Gesamtsieger 2021
Tipico LogoBwin LogoBetway LogoBet365 Logo
🇯🇵 N. Osaka2,252,402,402,30
🇦🇺 A. Barty5,004,505,005,00
🇧🇾 A. Sabalenka5,506,006,005,00
🇨🇦 B. Andreescu6,507,507,006,50
🇺🇦 E. Svitolina8,008,506,508,50
weitere SpielerTipicoBwinBetwayBet365
* Betway verbesserte Quote

Zum erweiterten Favoritenkreis beim ersten Masters im WTA Kalender zählt zudem Lokalmatadorin Sofia Kenin, die in Abwesenheit der ehemaligen Miami-Siegerinnen Serena Williams und Sloane Stephens die Kohlen aus dem Feuer holen soll. Simona Halep, Elina Svitolina und Karolina Pliskova muss man ebenfalls auf der Rechnung haben. Überhaupt könnte es im ausgeglichenen Damenfeld die eine oder andere Überraschung geben. Dementsprechend hoch sind auch dieses Jahr die Tennis Quoten für Wetten auf die Gesamtsiegerin.

Rublev triumphiert in Rotterdam

Andrey Rublev sichert sich beim ATP500 Rotterdam den Titel. Der Russe bezwang im Finale den ungarischen Überraschungsmann Martin Fucsovics mit 7:6(4), 6:4 und jubelte damit über seinen ersten Turniersieg in der heurigen Saison. Nach einem verrückten Start mit vielen Überraschungen war Rublev einer der wenigen verbliebenen Spieler aus der Setzliste (Tennis Wetten hat berichtet).  Für den Russen ist es der insgesamt achte Titel auf der Tour und der vierte bei einem Event der Kategorie 500.

Titel auch für Schwartzman, nächster Djoker-Rekord

Der Weg zum ersten Saisontitel war aber nicht leicht. Qualifikant Fucsovics konnte nämlich seinen überraschenden Erfolgslauf auch im Finale fortsetzen und den klar favorisierten Rublev lange fordern. Im ersten Satz behielt die Nummer acht der Welt im Tiebreak die Nerven, ehe im zweiten Satz ein Break die Entscheidung brachte. Rublev krönte damit eine starke Turnierwoche. Auf dem Weg zum Sieg setzte sich der 23-jährige unter anderem gegen Andy Murray, Jeremy Chardy und Stefanos Tsitsipas durch. Eine erfolgreiche Bilanz darf jedoch auch der unterlegene Fucsovics ziehen. Der als Qualifikant gestartete Ungar lieferte eine beeindruckende Vorstellung und verpasste seinen zweiten ATP-Erfolg nur knapp.

Der Doppelbewerb war indes fest in kroatischer Hand. Das an zwei gesetzte Duo Nikola Mektic/Mate Pavic setzte sich im Endspiel gegen das deutsch-rumänische Überraschungsduo Kevin Krawietz/Horia Tecau mit 7:6(7), 6:2 durch. Die unterlegenen Finalisten hatten zuvor noch Einzelsieger Rublev und dessen Partner Karen Khachanov aus dem Turnier geworfen.

Djokovic bastelt weiter an Vermächtnis

Novak Djokovic Wimbledon Grand SlamBeim zeitgleich ausgetragenen 250-Turnier in Buenos Aires durfte Diego Schwartzman über einen Heimerfolg jubeln. Tennisgeschichte wurde aber nicht nur auf, sondern auch neben dem Court geschrieben. Mit nun 311 Wochen an der Spitze des ATP Rankings gelang es Novak Djokovic, den bisherigen Spitzenreiter Roger Federer in der Liste der ATP Tennis Rekorde zu übertreffen.  Dem „Djoker“ fehlen zudem nach seinem Australian Open nur noch zwei Major Siege, um auch den Rekord für die meisten Grand Slam Titel zu egalisieren. Bleibt der Serbe von gröberen Verletzungen verschont, muss man fast davon ausgehen, dass auch dieser Rekord fällt.

Miami Open nächster Höhepunkt

Der ATP Spielplan 2021 wird nun diese Woche mit 250er-Events in Doha, Marseille und Santiago de Chile fortgesetzt. Diese werden anstatt des auf unbestimmte Zeit verschobenen Indian Wells Masters ausgetragen. Danach folgen dann 500er-Events in Acapulco und Dubai, ehe mit den Miami Open, dem ersten Masters1000 der heurigen Saison, das Highlight im März folgt.

Überraschungen in Rotterdam

Das ATP500 Rotterdam hat bereits in Runde eins einige Überraschungen parat. Mit Daniil Medvedev und Alexander Zverev müssen gleich zwei Topfavoriten früh die Koffer packen. Von den acht gesetzten Spielern konnten sich überhaupt nur drei für die nächste Runde qualifizieren.

🎾 zum ATP Spielplan 2021 🎾

Medvedev und Zverev schwach

Medvedev, der als Nummer eins der Setzliste ins Turnier gegangen war, musste sich Dusan Lajovic überraschend in zwei Sätzen geschlagen geben. Im engen ersten Satz entschied das Tiebreak mit 7:4 zugunsten des Serben, dem im zweiten Set das entscheidende Break und damit der Einzug in die zweite Runde gelang. Der Russe verpasst damit auch die Möglichkeit, Rafael Nadal in der Weltrangliste von Platz zwei zu verdrängend. Auch für Alexander Zverev ist der Traum vom Titel bereits vorbei. Die deutsche Nummer eins erwischte einen rabenschwarzen Tag und unterlag dem Kasachen Alexander Bublik mit 5:7, 3:6. Damit findet das Achtelfinale ohne deutsche Beteiligung statt. Jan-Lennard Struff gegen David Goffin keine Chance hatte und ebenfalls in zwei Sätzen verlor.

Mit Roberto Bautista Agut musste sich auch ein weiterer Titelkandidat bereits zum Auftakt geschlagen geben. Im rein spanischen Duell setzte es gegen Alejandro Davidovich Fokina eine 2:6, 6:7(3)-Pleite. Im Kracher der ersten Runde bewies Karen Khachanov indes gegen Routinier Stan Wawrinka den längeren Atem. In einem spannenden Duell hieß es am Ende 6:4, 7:5 aus Sicht des Russen.

Tsitsipas weiter im Rennen

Stefanos Tsitsipas Aufschlag
Carine06 from UK [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Einen zähen, aber schlussendlich doch erfolgreichen Auftakt erlebte Stefanos Tsitsipas. Die Nummer zwei der Setzliste hatte gegen den Weißrussen Egor Gerasimov zu kämpfen und musste im ersten Satz sogar ins Tiebreak, behielt aber die Nerven und setzte sich mit 7:6(4), 7:5 durch. Der junge Grieche gilt bei den Tennis Quoten der Buchmacher nun als Favorit auf den Turniersieg. Bereits im Viertelfinale steht Kei Nishikori. Der Japaner bezwang Australiens Youngster Alex de Minaur nach drei Sätzen. Für Spannung könnte bei den restlichen Achtelfinals besonders das Duell zwischen Altmeister Andy Murray und Andrey Rublev sorgen.

ATP500 Rotterdam Wetten & Quoten

Tomas Berdych beim ATP500 Rotterdam
Roman Boed [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]

Nach dem ersten großen Saisonhighlight in Australien macht die ATP Tour erstmals in dieser Saison in Europa halt. Im niederländischen Rotterdam findet traditionell das ABN AMBRO World Tennis Tournament statt. Seit 1972 ist das ATP500-Turnier ein Fixpunkt im ATP Spielplan, mit Ausnahme von 1973 wurde es seitdem jedes Jahr ausgetragen. Gespielt wird in der Rotterdam Ahoy-Arena auf Hartplatz.

📈🎾  Aktuelle Gesamtsieger Quoten  🎾📈

Gael Monfils beim Aufschlag
Tatiana from Moscow, Russia, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Die vergangenen Auflagen zeichneten sich vor allem durch die große Vielzahl an unterschiedlichen Siegern aus, in den letzten 15 gelang es lediglich Roger Federer (mit drei Titeln gemeinsam mit Arthur Ashe Rekordsieger) und Robin Söderling (zwei), öfter als einmal zu triumphieren. Zu einem Kuriosum kam es 1984, als das Finale zwischen Ivan Lendl und Jimmy Connors wegen Bombenalarms abgebrochen wurde und das Turnier somit ohne Sieger blieb. Im Vorjahr konnte Gael Monfils seinen Rotterdam Premierensieg von 2019 wiederholden und ist damit nach Federer und Söderling der dritte „Wiederholungstäter“ beim ABN AMRO World Tennis Tournament. Der französische Routinier besiegte im Finale den kanadischen Youngster Felix Auger-Aliassime klar in zwei Sätzen mit 6:2 und 6:4.

Monfils 2021 nicht am Start

Seitdem lief es aber für Monfils nicht mehr rund und der 34-jährige findet sich nach einer Niederlagenserie in der bisher schwierigsten Phase seiner Karriere wieder. Nach seinem Erstrunden Ausscheiden bei den Australian Open zeigte sich der Franzose aber kämpferisch. Von einem Karriereende will die ehemalige Nummer 6 der Weltrangliste nichts wissen. Das ATP500 in Rotterdam kommt für ihn aber zu früh und Monfils will sich vorerst wieder auf das Training fokussieren.

Medvedev Favorit bei den Wettquoten

Daniil Medvedev
CORNUT [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Topgesetzt geht Daniil Medvedev in Rotterdam an den Start. Der Russe, der in den letzten zwei Jahren neben Dominic Thiem und den Big Three der beste Spieler auf der gesamten Tour war, zeigte schon in Melbourne, dass er an seine Erfolge anknüpfen will. Bei den Australian Open musste sich der frisch gekrönte ATP Cup Sieger erst im Finale geschlagen geben (Tennis Wetten hat berichtet). In Rotterdam zählt er nicht zuletzt deshalb zu den heißesten Eisen im Kampf um den Titel.

In einer ähnlichen Situation befindet sich Stefanos Tsitsipas. Der griechische Hoffnungsträger zeigte ebenfalls bei den Australian Open sehr starke Leistungen und ist in Rotterdam hinter Medvedev auf der 2 gesetzt.  Auch der Finalist von 2020, Felix Auger-Aliassime will ein Wörtchen um den Titel mitreden. Der Kanadier ist die Nummer sieben der Setzliste.

ATP500 Rotterdam Gewinner 2021
Tipico LogoBetway LogoBwin Logo
🇷🇺 D. Medvedev3,203,203,50
🇬🇷 S. Tsitsipas4,004,004,50
🇩🇪 A. Zverev5,505,506,50
🇨🇦 F. Auger-Aliassime8,008,008,00
🇪🇸 P. Carreno Busta8,008,008,00
🇷🇺 A. Rublev13,0013,009,00
weitere QuotenTipicoBetwayBwin 

Zverev mit Titelchancen

Ebenfalls auf der Rechnung muss man Sascha Zverev haben. Der Deutsche zeigt immer mehr Konstanz in seinem Spiel und gilt zudem als einer der fittesten Spieler im ATP Zirkus. Zverev, aktuell die Nummer 7 im Singles Ranking ist für das Turnier in Rotterdam auf Platz 3 gesetzt. Man darf dem Hamburger durchaus den Turniersieg zutrauen.

Mit Roberto Bautista Agut ist ein weiterer Routinier auf der Jagd nach dem Titel. Der letzte Turniererfolg des Spaniers liegt allerdings bereits über ein Jahr zurück. Bei den Australian Open war bereits in Runde eins Schluss. Neben den „jungen Wilden“ wie Tsitsipas, Medvedev und Andrey Rublev wollen es auch die Routiniers Andy Murray und Stan Wawrinka noch einmal wissen. Obwohl beide ehemaligen Grand Slam Sieger ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich haben, sind sie für einen Sieg immer gut.

Niederländische Hoffnung

Die niederländischen Hoffnungen liegen indes auf Robin Haase und Botic Van de Zandschulp, die beide mit einer Wildcard starten. Auch wenn beide als krasse Außenseiter ins Turnier gehen, hoffen die Fans auf den ersten Oranje-Erfolg seit 1998, als Jan Siemerink den Titel gewann. Richard Krajicek, der heutige Turnierdirektor, durfte 1995 und 1996 über den Sieg jubeln.

Neunter Djokovic-Triumph in Melbourne

Er bleibt der unumstrittene König von Melbourne. Novak Djokovic gewinnt auch sein neuntes Endspiel bei den Australian Open und schreibt damit einmal mehr Tennisgeschichte. In einem überraschend einseitigen Finale ließ der 33-jährige Serbe Daniil Medvedev nicht den Hauch einer Chance und setzte sich mit 7:5, 6:2, 6:2 durch. Auch im WTA Feld setzte sich mit Naomi Osaka die Buchmacher Favoritin bei den Australian Open Wettquoten durch. Die Japanerin bezwang im Endspiel am Samstag die US Amerikanerin Jennifer Brady glatt in zwei Sätzen mit 6:4 und 6:3.

Grand Slam-Rekord von „Fedal“ wackelt

Novak Djokovic
Tatiana (CC BY-SA 2.0)

Im Vorfeld sprach nicht viel für einen weiteren Titel des „Djokers“, der das gesamte Turnier über an einer Bauchmuskelverletzung laborierte und bereits mehrmals kurz vor der Aufgabe stand. Medvedev hingegen präsentierte sich bärenstark. Nach dem klaren Halbfinalerfolg gegen Stefanos Tsitsipas galt der 25-jährige sogar als leichter Favorit. Im Finale bewies Djokovic aber einmal mehr, warum Melbourne sein Wohnzimmer ist. Die Nummer eins der Welt agierte mit phasenweise erdrückender Dominanz und ließ ihrem russischen Gegenüber keine Chance.

Neun Titel bei einem der vier Grand Slam Turniere – das gelang zuvor nur Rafael Nadal, der in Roland Garros unglaubliche dreizehnmal erfolgreich war und damit diesen Titel in der Liste der Tennis Rekorde innehat. Mit seinem insgesamt 18. Major-Titel wird es auch im Kampf um den inoffiziellen Titel des „G.O.A.T.“ wieder spannend. Roger Federer und Nadal halten jeweils bei 20 Triumphen und führen die Bestenliste (noch) an. Viele Experten gehen aber davon aus, dass am Karriereende Djokovic als Nummer eins in die Geschichtsbücher eingehen wird. Dementsprechend euphorisch zeigte sich der Belgrader auch nach dem Rekordtitel und sprach ein Liebesbekenntnis an die Rod Laver-Arena aus.

Erdrückende Dominanz

Daniil Medvedev
CORNUT [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Für Medvedev hingegen war es im zweiten Grand Slam-Finale die zweite Niederlage und die ernüchternde Erkenntnis, dass auf Best-Of-Five die „Big Three“ nach wie vor kaum zu biegen sind. Die Bilanz der Dominatoren ist dementsprechend eindrucksvoll. Von den letzten 60 Major-Turnieren gewannen Djokovic, Nadal und Federer unglaubliche 51. Aus der sogenannten „NextGen“ mit Medvedev, Dominic Thiem, Alexander Zverev, Andrey Rublev und Stefanos Tsitsipas gelang es bislang lediglich dem Österreicher, einen Grand Slam-Erfolg einzufahren. Geht es nach den routinierten Superstars, soll dies auch noch eine Weile so bleiben.

Wie geht es weiter im ATP Spielplan 2021? Als nächstes größeres Turnier steht das ATP500 Indoor Event in Rotterdam auf dem Plan. Dort kann die junge der alten Garde wieder etwas Feuer machen im Duell um die Wachablöse. Das ABN AMRO World Tennis Turnier startet am 1. März.