Tennis News 2020

In unserem Abschnitt zum Thema Tennis Nachrichten und News findet ihr alles rund um die aktuellsten Ereignisse im Tennissport. Egal ob ATP World Tour oder WTA Tour – bei uns seid ihr an der richtigen Stelle. Wann steht der nächste Davis-Cup Termin auf dem Spielplan und wer startet dort als Favorit auf den Sieg? Diese Frage beantworten wir ebenso, wie jene nach Form und Verfassung der Stars für die nächsten Grand Slams oder andere Turnier.
Zudem erfährst du bei uns, wie es um deine Lieblingsspieler bestellt ist. Gibt es Verletzungen, wie ist die aktuelle Verfassung und wie stehen die Chancen auf einen Turniersieg? Wir informieren dich in unserer News Abteilung über all diese Fragen und beantworten auch sonst Relevantes, das im Zusammenhang mit der gelben Filzkugel steht.
Außerdem geben wir auch einen Überblick über die aktuell besten Wetten und Siegquoten für anstehende Großereignisse. Bei uns bekommt ihr aber nicht nur Infos zu den Großereignissen wie Wimbledon oder der French Open – denn vielfältige und abwechslungsreiche Berichterstattung wird bei uns groß geschrieben. So gibt es aktuelle Meldungen zu Challenger Turnieren, ebenso wie über die Serie der Ex-Profis, den Championship Turnieren. Es sollte also für jeden Tennisfan etwas dabei sein.

Djokovic „droht“ Konkurrenz mit Rekordjagd

Tennis-Superstar Novak Djokovic will seine Karriere noch einige Jahre fortsetzten. Der 32-jährige Serbe, dessen Rekordjagd auf zahlreiche Bestmarken derzeit auf Eis liegt, könnte laut eigener Aussage „auch mit 40 noch spielen“. Sein Antrieb sind dabei vor allem zwei besondere Ziele. Der Rekord für die meisten Grand Slam Titel und die meisten Wochen auf Platz eins im Einzel Ranking.

Rekordjagd motiviert

Novak Djokovic Wimbledon Grand SlamIm Interview mit US-Talkmaster Graham Bensinger erklärte der 17-fache Grand Slam-Sieger, nicht ans Aufhören zu denken. Zu groß sei die Verlockung, die Tennis-Geschichtsbücher und die Liste der Tennis Rekorde umzuschreiben. „Ich habe immer großes Vertrauen in mich selbst“, so Djokovic gewohnt selbstbewusst auf die Frage, ob er Roger Federer in er ewigen Major-Bestenliste übertrumpfen könne. Aktuell hat der Schweizer drei Titel mehr auf dem Konto, dazwischen liegt Rafael Nadal mit 19 Erfolgen. Nicht mehr lange, wenn es nach dem „Djoker“ geht. „Ich glaube daran, dass ich die meisten Grand Slam-Turniere gewinnen und den Rekord für die meisten Wochen auf Platz eins in der Welt brechen kann“, macht der 32-jährige kein Hehl daraus, was seine Ziele für die kommenden Jahre sind.

ATP Turnier Siege
Spieler/LandTurniersiegeSiegquote
1Jimmy Connors 🇺🇸10981,88%
2Roger Federer 🇨🇭10282,09%
3Ivan Lendl 🇨🇿9481,53%
4Rafael Nadal 🇪🇸8383,19%
5Novak Djokovic 🇷🇸7882,97%

Wären der ATP Spielplan und die Rangliste aufgrund der Pandemie nicht eingefroren, hätte Djokovic bereits im Oktober an Federer, der 310 Wochen an der Spitze stand, vorbeiziehen können. Auch der Kampf um die ewige Bestmarke an Grand Slam-Titeln hätte sich bereits in dieser Saison zuspitzen können. Aufgrund der Absage von Wimbledon stehen aber nur noch maximal zwei Grand Slam Turniere auf dem Programm. Ab 1. August soll die Tour fortgesetzt werden, eine Austragung der US Open könnte zum geplanten Zeitpunkt Ende des Monats umsetzbar sein. Die French Open, ursprünglich Ende Mai geplant, könnten nachgeholt werden, aktueller Ausweichtermin ist Ende September (Tennis Wetten hat bereits berichtet).

Noch mit 40 auf der Tour?

Neben der Rekordjagd gibt es noch einen weiteren Faktor, der Djokovic antreibt: das tägliche Streben nach persönlichem Wachstum. Dementsprechend denkt der Belgrader auch nicht ans Aufhören. „Ich glaube nicht an Limits“, so „Nole“ auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, auch mit 40 noch zu spielen. Nachsatz: „Solang alles im Einklang mit meiner Familie und meinem privaten Leben steht“. Angesichts seiner bisherigen Leistungen muss man solche Aussagen fast schon als Drohung an seine Konkurrenz verstehen.

Thiem reagiert auf Kritik von Muster & Bresnik

Österreichs Tennisstar Dominic Thiem hat sich zu den Trennungen von Thomas Muster und Günter Bresnik geäußert. Der 26-jährige wies in einem Interview mit einer österreichischen Tageszeitung dei teils harsche Kritik seiner beiden ehemaligen Weggefährten zurück.

„Projekt Muster“ gescheitert

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Sowohl das Ende der Zusammenarbeit mit Muster, als auch mit Langzeit-Coach Bresnik wirbelten medial viel Staub auf. Während der Australian Open trennte sich Thiem vom ehemaligen French Open-Sieger überraschend nach der dritten Runde (Tennis Wetten hat berichtet). Die österreichische Nummer 1 blieb aber von diesen Turbulenzen unbeeindruckt und erreichte schließlich sogar das Finale. Ex Coach Muster  zeigte sich jedoch enttäuscht und äußerte sich im Anschluss an den „Rauswurf“ vielsagend. „Es gibt Häuser mit schönen, ja ganz wunderbaren Fassaden. Aber man weiß sehr selten, wer drinnen wohnt“, so die ehemalige Nummer eins der Welt.

🎾📅 Zum ATP Spielplan 2020 📅🎾

Eine Aussage, die Thiem nicht nachvollziehen kann. Seine Zeit mit der österreichischen Tennis-Ikone bewertet er im Nachhinein nüchtern. „Es war einen Versuch wert. Ich habe von Anfang an gesagt, wenn es klappt, ist es eine super Sache, wenn nicht, dann eben nicht. Zweiteres war der Fall, weshalb ich die Zusammenarbeit relativ schnell beendet habe“, bilanziert die Nummer drei der Weltrangliste.

Scharfe Bresnik-Kritik – Cooler Thiem

Ende März folgte dann mit einem Interview des ehemalige Thiem-Trainers Günter Bresnik, der seinen Ex-Schützling von Kindesbeinen an gecoacht und bis in die Weltspitze geführt hatte, der nächste Aufreger. „Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann ich so nicht mit ihm umgehen. Wolfgang wäre eine Clubtrainer in Seebenstein und Dominic wäre ein Future-Spieler“, polterte der 58-jährige in Richtung Vater und Sohn Thiem.

Ende April 2018 kam es nach Meinungsverschiedenheit zur endgültigen Trennung, seitdem wird der dreifache Major-Finalist nur noch von Nicolas Massu betreut. Anders als Bresnik verzichtet Thiem junior auf scharfe Worte. „Für Bresnik gilt das gleiche wie für Muster. Wir hatten eine riesige Zeit, eine Trennung ist nie einfach und Meinungsverschiedenheiten sind die logische Konsequenz“, so der 26-jährige, der mit seinem ehemaligen Coach heute keinen Kontakt mehr pflegt.

Instagram-Konferenz zwischen Djokovic & Murray

Die Tennis-Stars Novak Djokovic und Andy Murray nutzten die tennisfreie Zeit im ATP Spielplan für eine Live-Konferenz auf Instagram, um Fanfragen zu beantworten und aktuelle Tennisthemen zu diskutieren. Die beiden befreundeten Profis sprachen dabei u.a. über die „GOAT“-Frage und die aufstrebenden Talente auf der Tour.

Wer ist die Nummer eins?

Djokovic, der bereits jetzt zu den größten Spielern aller Zeiten gezählt wird, tut sich schwer, die Frage nach dem „Greatest of all time“ zu beantworten. Für den Serben kommen dabei mehrere Aspekte zusammen. „Ich denke, es ist die Kombination Grand Slam Turniere, Wochen als Nummer eins, Masters-Siege und die Head-to-Head-Statistik“, so der 32-jährige, der den Erfolgen bei Majors dabei die höchste Bedeutung beimisst.

Novak Djokovic Wimbledon Grand SlamGeht es also nach dem „Djoker“, wäre Roger Federer mit seinen 20 Grand Slam-Titeln die ewige Nummer eins, gefolgt von Nadal und ihm selbst. Die vollständige Grand Slam Bestenliste findest du übrigens bei in unserer Rubrik Tennis Rekorde. Murray legt hingegen besonders viel Wert auf die direkten Duelle der Tennis-Superstars. Vergleicht man die Statistik der „großen Drei“ in bisher insgesamt 145 Duellen, dann hat „Nole“ die Nase leicht vorne. Auch der Schotte sieht in Federer, Nadal und Djokovic die drei besten Spieler aller Zeiten.

https://www.instagram.com/p/B_AzHaNnNdt/?utm_source=ig_web_copy_link

Murray unterscheidet dabei auch zwischen den Belägen. „Man hat Nadals Bilanz auf Sand, mit der keiner mithalten kann. Federers aktuelle Bilanz in Wimbledon ist die Beste und deine Bilanz auf Hartplatz ist die Beste“, so Murray in Richtung Djokovic. Dieser fühlt sich „geehrt, überhaupt im Gespräch für diese Auszeichnung zu sein“.

„Next Generation“ schon titelreif

Für die Zeit nach dem Top-Trio sieht der 17-malige Grand Slam-Champion einige Youngsters, die in die großen Fußstapfen treten könnten. „Wir sind nicht mehr die Jüngsten“, ist sich Djokovic bewusst. Er nennt Dominic Thiem, Stefanos Tsitsipas und Alexander Zverev als aufstrebende Akteure, die das Zeug zum Grand Slam-Titel haben. Besonders die Erfahrung sieht der Belgrader aber als Pluspunkt für die „Oldies“ wie ihn, Federer, Nadal, Murray und Stan Wawrinka. Bei einem zweiwöchigen Major-Turnier sei gerade die Erfahrung aus gewonnenen Grand Slam Turnieren von unschätzbarem Wert.

Weltranglisten eingefroren

Da der WTA und ATP Spielplan 2020 bis auf weiteres ausgesetzt ist, haben haben beide Verbände auch die aktuellen Weltranglisten eingefroren. Leidtragender ist dabei in erster Linie Serbiens Superstar Novak Djokovic, dessen Rekordjagd damit jäh unterbrochen wurde.

Djokovic Rekordjagd vorerst abgesagt

Novak Djokovic Wimbledon Grand Slam„Das Einfrieren der Weltrangliste gilt auch für andere Bereiche, wie Sie auf der offiziellen ATP-Seite erkennen können, wo die Wochen auf Weltranglistenplatz eins aufgeführt sind“, gab die ATP in einem Statement gegenüber dem französischen Sportballt ‚L’Equipe‘ bekannt. Die aktuelle Nummer eins Djokovic kann damit seine Bilanz bis auf weiteres nicht weiter verbessern. Mit insgesamt 282 Wochen an der Spitze liegt der Mann aus Belgrad derzeit auf dem dritten Rang, es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis er Pete Sampras (286) auf Platz zwei der ewigen Bestenliste abgelöst hätte (hier findest du sämtliche Tennis Rekorde).

Auch der aktuelle Rekordhalter Roger Federer, der aktuell bei 310 Wochen steht, wäre für den „Djoker“ in naher Zukunft in Reichweite gewesen. Im Oktober dieses Jahres hätte der 17-fache GrandSlam-Sieger seinen Dauerrivalen aus der Schweiz als Führenden der ewigen Bestenliste ablösen können. Daraus wird aber vorerst nichts.

Verständnis und Kritik

Die Entscheidung der ATP stößt großteils auf Verständnis. „Wenn ein Element der Rangliste eingefroren ist, muss alles eingefroren werden – Punkt“, äußerte sich etwa Ex-Sharapova-Coach Sven Groeneveld sehr deutlich. Auch die ehemalige Nummer eins der WTA Tour, Tracy Austin, schlug auf Twitter in dieselbe Kerbe. Kritik gab es hingegen von Brad Gilbert. Der ehemalige Trainer von Andre Agassi und Andy Murray will Djokovic die verlorenen Wochen am Tennisthron gutschreiben.

Sein Argument: lediglich Rafael Nadal hätte die Möglichkeit gehabt, „Nole“ in Indian Wells oder Miami von der Spitzenposition zu verdrängen. Dieses Szenario sei allerdings sehr unrealistisch gewesen, da der Serbe bei beiden Turnieren kaum Punkte zu verteidigen gehabt hätte. Die ersten zwei Monate der Saison habe Djokovic dominiert, weshalb er aller Voraussicht nach Erster geblieben wäre, so Gilbert.

WTA & ATP Stars beim Madrid Open Virtual Pro Turnier

Not macht bekanntermaßen erfinderisch. Da der WTA und ATP Spielplan 2020 bis auf weiteres auf Eis liegt, haben sich nun die Veranstalter des Madrid Masters etwas besonderes einfallen lassen. Die Stars aus WTA und ATP wechseln den Tennisschläger gegen PS4 Controller und werden kurzerhand zu eSports Profis bei den Mutua Madrid Virtual Pro Open. Das Starterfeld kann sich dabei durchaus sehen lassen. Unter anderem haben bereits Rafa Nadal, Andy Murray, David Goffin, Karen Khachanov, Genie Bouchard und Angelique Kerber zugesagt.

Nadal, Murray, Kerber und Co als eSports Profis

Unter dem Hashtag #playathome wird der Masters Klassiker in der spanischen Hauptstadt kurzerhand auf die virtuelle Art ausgetragen. Gespielt wird dabei mit „Tennis World Tour“ vom Game Entwickler Nacon. Wie das auf der PS4 aussieht, demonstriert das folgende Video:

Nadal US Open 2016Wie geübt die Tennis Stars auf der Spielkonsole ist, wird sich dann am 27. bis 30. April zeigen, wenn die Mutua Madrid Open Virtual Pro starten. Dann wird man auch sehen, ob Rafa Nadal auf der PS4 genau so stark ist, wie beim echten Madrid Masters. Der Mallorquiner ist nämlich mit fünf Titeln der Rekordsieger des Turniers. Mit dementsprechend viel Ehrgeiz wird die aktuelle Nummer 2 der Weltrangliste auch in den virtuellen Clash gehen. Seine Stärke auf Sand wird Nadal, der in seinem Statement zur Teilnahme noch einmal auf die Wichtigkeit der StayAtHome Bewegung verweist, auf der PS4 aber wohl nur schwer ausspielen können.

WTA Stars Kerber, Bouchard und Bertens mit von der Partie

Auch das Damenfeld ist nominell hochkarätig besetzt. Mit von der Partie sind unter anderem Angelique Kerber, Eugenie Bouchard und Kiki Bertens. Nicht am virtuellen Start ist die tatsächliche Siegerin von 2019, Petra Kvitova. Aber auch bei den Herren fehlt der amtierende Champion Novak Djokovic. Man darf sich dennoch auf ein unterhaltsames und kurzweiliges eSports Turnier freuen. Die entsprechenden Tennis Live Streams stellt der Turnierveranstalter auf seinen Social Media Kanälen zur Verfügung.

Historische Wimbledon Absage

Rafa Nadal Wimbledon
I went to Wimbledon [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

Knalleffekt im Tennissport. Erstmals seit Beginn der Austragung der Wimbledon Tennis Championships im Jahre 1877 wird das Turnier in Friedenszeiten nicht gespielt. Die 134. Wimbledon Tennis Championships werden damit nicht 2020 sondern erst im Juni/Juli 2021 über die Bühne gehen. Die Absage in Folge der Bemühungen zur Pandemie Bekämpfung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass es wohl auch im Tennis noch lange dauern, bis man zur Normalität zurückkehren kann. Was bedeutet der Ausfall von Wimbledon 2020 nun für die restliche Rasen Saison im WTA und ATP Spielplan?

Wimbledon abgesagt – wie geht es weiter?

Im Gegensatz zu Roland Garros, das sich vorerst zu einer Verschiebung des Sandplatz Grand Slam Turniers auf September entschieden hat, fällt Wimbledon 2020 komplett aus. Die 134. Auflage des Rasen Klassikers wird somit Ende Juni bzw. Anfang Juli 2021 ausgespielt. Das gab der All England Lawn Tennis and Croquet Club (AETC) auf der Turnier Homepage und auf Twitter bekannt.

Die völlige, alternativlose Absage des Turnierklassikers ist somit auch als deutliches Zeichen an den Tenniszirkus zu verstehen. Als Anfang März noch die Masters Turniere in Indian Wells und Miami abgesagt worden waren, wurde noch offen über Möglichkeiten spekuliert, zumindest die großen Turniere irgendwie noch im Restprogramm 2020 unterzubringen. Angesichts der Dichte des Spielplans aber ein fast unmögliches Unterfangen. Wenn man sich auch bei den French Open vorerst für eine Verschiebung entschieden hat, so muss man doch davon ausgehen, dass der Großteil der WTA und ATP Turniere im Frühsommer gänzlich und ohne Ersatztermine abgesagt werden.

Was das für die Weltrangliste im Herren- und Damentennis bedeutet, haben wir in unseren letzten Tennis Wetten News bereits erläutert. Für Spieler, die 2019 ein starkes Jahr hatten, ist das natürlich eine passable Lösung. Es dürfte aber keine Überraschung sein, dass vor allem Roger Federer über den Ausfall von Wimbledon 2020 enttäuscht ist. Federer hatte 2019 ausgerechnet in „seinem Wohnzimmer“ gegen Novak Djokovic eine seiner schmerzlichsten Niederlagen hinnehmen müssen. Ob Federer in Wimbledon 2021 – dann im Alter von 40 Jahren – noch einmal angreifen wird, ist fraglich.

Absage aller ATP & WTA Turniere bis 13. Juli

Unmittelbar nach der Absage von Wimbledon setzten auch die Weltverbände ATP und WTA ihre weiteren Schritte. Alle Turniere der ATP Tour und der WTA Tour sowie sämtliche Challenger Events bis zum 13. Juli sind mit sofortiger Wirkung abgesagt. Das betrifft die folgenden Turniere:

ATP Tour Absagen 2020 Rasen:

  • s’Hertogenbosch
  • Stuttgart
  • London Queen’s
  • Halle
  • Mallorca
  • Eastbourne
  • Wimbledon

WTA Tour Absagen 2020 Rasen:

  • s’Hertogenbosch
  • Nottingham
  • Birmingham
  • Berlin
  • Eastbourne
  • Bad Homburg
  • Wimbledon

Der Plan ist vorerst, alle weiteren Termine nach dem 13. Juli durchzuführen, wobei hier natürlich von Tag zu Tag die Situation immer wieder neu zu bewerten ist. Spannend wird natürlich auch die Integration der French Open (unsere French Open Quoten bleiben aktuell) im September und inwiefern es überhaupt im Sinn der Athleten und Athletinnen ist, den Rasen Grand Slam ausfallen zu lassen und den Sandplatz Grand Slam durchzuführen. Hier werden natürlich Sand Spezialisten bevorzugt. Die Diskussion wird also definitiv weitergehen.

French Open 2020 – Neuer Termin

Im WTA und ATP Spielplan hagelt es Absagen. Sogar der Klassiker in Wimbledon fällt der aktuellen Pandemie-Krise zum Opfer (Tennis Wetten hat berichtet). Die 134. Wimbledon Championships finden damit erst 2021 statt – ob mit dem dann 40-jährigen Roger Federer oder nicht ist fraglich. Während Fans des gepflegten Rasen Tennis 2020 auf ihr Highlight verzichten müssen, besteht zumindest Anlass zur Hoffnung, dass die French Open noch in diesem Jahr über die Bühne gehen könnten. Die Veranstalter von Roland Garros haben die Austragung des Majors für’s erste einmal auf 20. September bis 4. Oktober verschoben. Ob die Durchführung dann möglich ist, steht aber noch in den Sternen.

Roland Garros 2020 von 20.9. bis 4.10.

Court Philippe-Chatrier French Open
Wikimedia, Yann Caradec (CC BY-SA 2.0)

In ihrem Statement vom 17. März haben die Veranstalter des wichtigsten Turnieres auf Sand ihre Sicht der Dinge kundgetan und für’s erste einen Aufschub bis September bekanntgegeben. Damit gehen die French Open einen anderen Weg, als der Großteil der anderen Turniere, die alternativlos abgesagt wurden – was angesichts des dichten Spielplans der WTA und ATP Tour allerdings auch mehr als verständlich ist. Dementsprechend muss man auch den neuen French Open Termin 2020 mit Vorsicht genießen. Dennoch gilt momentan der letzte Stand der Dinge:

Angesichts des Wimbledon Ausfalls bleibt aber dennoch ein etwas bitterer Beigeschmack. Schließlich wäre eine Austragung des Sandplatz Grand Slams ein nicht unwesentlicher Vorteil für jene Athleten, die besonders auf diesem Untergrund stark performen. Man denke hier nur an Rafa Nadal und Dominic Thiem, während Rasen Spezialisten durch die Finger schauen.

🎾 French Open Wettquoten 🎾

Ganz besonders bitter ist das natürlich für Roger Federer, der bei Wimbledon 2021 stolze 40 Jahre alt wäre. Ob es da noch einmal für eine Rehabilitation für 2019 reicht, ist fraglich. Im Vorjahr musste „King Roger“ ja ausgerechnet in seinem Wohnzimmer am Centre Court des All England Lawn Tennis and Croquet Club gegen Novak Djokovic seine bitterste Finalniederlage hinnehmen.

Sandplatz Saison fällt aus – WTA & ATP Ranking eingefroren

Die aktuelle Pandemie-Krise hat auch den Tennissport fest im Griff. Gab man sich anfangs noch vorsichtig optimistisch was die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im April betrifft, so haben sich ATP und WTA nun entschlossen, die gesamte Sandplatz Saison auszusetzen. Eine derartige Maßnahme hätte natürlich massive Auswirkungen auf die Weltrangliste, wenn es nach den gängigen ATP und WTA Regeln bei einem Turnierausfall gegangen wäre (Tennis Wetten hat berichtet). Die beiden Verbände haben sich aber nun dazu entschlossen, die Rankings bis zur Rasen-Saison einzufrieren. Wir zeigen dir, was das im Detail bedeutet.

Keine Sandplatz Saison 2020

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Der Ausfall der Masters Turniere in Indian Wells und Miami sowie der gesamten Sandplatz Saison im WTA und ATP Spielplan 2020 hätte natürlich bedeutet, dass jene Spieler und Spielerinnen, die 2019 bei diesen Turnieren wertvolle Punkte sammeln konnten um diese umfallen würden. Als Beispiel: Dominic Thiem konnte 2019 in Indian Wells seinen ersten Masters Titel holen. Ohne Einfrieren der Weltrangliste hätte das bedeutet, dass er ohne die Möglichkeit seinen Titel zu verteidigen lediglich 90 Punkte mitgenommen und somit 910 Punkte verloren hätte.

Welche Spieler profitieren besonders?

Noch stärker von der Maßnahme, die Rankings einzufrieren, profitiert aber Roger Federer. Der Schweizer hatte sich nach den Australian Open einer Knie OP unterziehen müssen und wäre ohnehin die gesamte Sandplatz Saison ausgefallen. Für Federer kommt die Beibehaltung des aktuellen Ranking Standes somit zum perfekten Zeitpunkt. Aber natürlich kann auch Rafa Nadal mit der nun getroffenen Entscheidung des Tennisverbandes zufrieden sein. Der Mallorquiner hat 2019 eine exzellente Sandplatz Saison gespielt und nimmt nun alle Punkte aus dem Vorjahr mit.

Bei den Damen wird wohl vor allem Angelique Kerber über den Ausfall der Sandplatz Saison glücklich sein. Die Deutsche hatte bereits vor den Turnierabsagen von Indian Wells und Miami ihren Start aufgrund anhaltender Oberschenkel Probleme zurückgezogen. Auch Bianca Andreescu, die Vorjahressiegerin von Indian Wells, profitiert von der Beibehaltung des aktuellen Zwischenstandes. Die Kanadierin hatte schon ihre Teilnahme bei den Australian Open aufgrund einer hartnäckigen Knieverletzung absagen müssen und hätte wohl mittelfristig ihren Top 10 Platz verloren.

WTA & ATP Turnierabsagen im März und April

Nach der Unsicherheit im Rahmen der Absage der BNP Paribas Open in Indian Wells gibt es nun Klarheit für die weiteren Turniere sowohl im WTA als auch im ATP Spielplan für 2020. Bis in die letzte Aprilwoche werden alle weiteren Turniere ausgesetzt. Das betrifft neben den Miami Open mit den Monte Carlo Masters auch ein weiteres Turnier aus der 1000er Kategorie im ATP Kalender. Im WTA Spielplan fallen die Events in Bogota und Charleston aus.

Covid-19 Krise – wie geht es weiter?

Nachdem in unseren letzten News noch die Austragung der Miami Open vor leeren Rängen im Raum stand, so herrscht mittlerweile Klarheit. Der Tenniszirkus steht für’s erste komplett still.

Auch der WTA Kalender ist zumindest einmal bis einschließlich der Turniere in Charleston und Bogota auf Eis gelegt. Auf das International Turnier in Kolumbien sollte dann eigentlich das FED Cup Finale sowie die Play-Offs folgen. Auch dieser Event ist nun abgesagt. 2020 könnte also zum ersten Mal in der Geschichte des Bewerbs kein Fed Cup Sieger gekürt werden. Es gibt aber noch das Bemühen, das Turnier in diesem Jahr durchzuboxen. Angesichts des dichten Restprogrammes ist aber eine Durchführung 2020 eine Mammutaufgabe.

Die Turnierabsagen haben neben allen finanziellen Schäden aber auch noch einen negativen Effekt auf die Einzelwertung in den jeweiligen Rankings der Spieler und Spielerinnen, die die letztjährigen Turniersieger ja nicht zur Titelverteidigung antreten können. Ganz besonders bitter sind die Absagen dabei für Dominic Thiem.

Thiem verliert nach Indian Wells auch Barcelona Punkte

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Dominic Thiem, der zum ersten Mal in seiner Karriere und als erster österreichischer Tennisspieler seit Thomas Muster im ATP Einzelranking in den Top 3 steht, verliert nach den 1000 Punkten in Indian Wells als Vorjahressieger in Barcelona nun 500 weitere Punkte in der Wertung. Sorgen um Platz 3 muss sich Thiem jedoch dennoch nicht machen. Schließlich treffen die Turnierabsagen auch die aktuelle Nummer 4, Roger Federer hart. Der Schweizer konnte nämlich 2019 nicht nur bei den BNP Paribas Open ins Finale vordringen sondern danach auch noch die Miami Open gewinnen. Macht in Summe 1600 Punkte, die „King“ Roger nun einbüßt. Da hilft auch die Sonderregelung für den Fall von Turnierabsagen nur wenig. In diesem Fall sieht nämlich die ATP vor, dass die besten nicht gewerteten Turniere aus dem Vorjahr herangezogen werden.

Das ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. So konnte beispielsweise Dominic Thiem für den Indian Wells Ausfall 90 Punkte generieren, Federer jedoch keine.

WTA & ATP Tour im Zeichen der Pandemie

Indian Wells Center Court
saimad / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Auch wenn man um Normalität bemüht ist – die globalen Auswirkungen der Corona Krise sind auch in der Tenniswelt deutlich spürbar. Vorläufiger negativer Höhepunkt war zuletzt die Absage der BNP Paribas Open, des prestigeträchtigen Masters1000 Turnieres in Indian Wells. ATP und WTA sind aber mit diesen drastischen Maßnahmen nicht alleine. Auch in anderen Sportarten hagelt es Geisterspiele und abgesagte Matches. Mancherorts wird überhaupt der gesamte Spielbetrieb eingestellt. Bleibt somit auch die Frage, wie es im WTA und ATP Spielplan weitergeht. Können die Miami Open stattfinden? Was ist mit den Masters Turnieren in Madrid und vor allem in Rom, das ja von der Corona Epidemie besonders hart getroffen wurde? Muss man auch um die Austragung der French Open 2020 bangen?

Ausmaß an Turnier Absagen noch nicht abschätzbar

Bisher üben sich die offiziellen Stellen von ATP und WTA sowie die weiteren Turnierveranstalter in Zweckoptimismus. So haben zum Beispiel die Organisatoren der Miami Open, dem zweiten Masters Turnier aus dem Sunshine Double im März ein Statement veröffentlicht, indem sie an der Austragung des Turniers festhalten. Und das, obwohl es in Florida bereits mehr Fälle der Covid-19 Erkrankung gibt als in der Region um Indian Wells.

Wie realistisch die Durchführung des Turniers allerdings wirklich ist, wird sich erst in den nächsten Tagen offenbaren. Zu rasant ist die aktuelle Entwicklung und Verbreitung der Covid-19 Erkrankung, die sich vor allem in Italien zurzeit mit erschreckender Geschwindigkeit ausbreitet. Dort hat man nun auch schon reagiert und greift hart durch. Der Spielbetrieb in der Serie A ist beispielsweise bis auf weiteres ausgesetzt.

Turniere in Italien gefährdet?

Angesichts derart strikter Vorkehrungen muss man sich Gedanken über die Austragung des Rom Masters Turnieres vom 10. bis 17. Mai machen. Gerade in Krisenregionen könnte es noch lange dauern, bis man zur Normalität zurückkehrt.

Thiem verliert Punkte

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Neben dem bitteren Beigeschmack für Tennisfans ist die aktuelle Situation natürlich auch vor allem für die Spieler und Spielerinnen äußerst frustrierend. Besonders bitter ist dabei die Absage von Indian Wells für Dominic Thiem. Der Österreichische Paris und Melbourne Finalist konnte 2019 in Indian Wells seinen ersten Masters Titel holen. Durch die Absage verliert Thiem nun die 1000 Punkte in der ATP Wertung, ohne dass er sie verteidigen kann. Für diesen speziellen Fall hat die ATP zwar eine Sonderregelung parat, die vorsieht, dass ein Spieler ein ungewertetes Turnier aus den letzten 52 Wochen miteinbeziehen können. Bei Dominic Thiem sind das aber nur läppische 90 Punkte vom Masters in Monte Carlo.