Tennis News 2019

In unserem Abschnitt zum Thema Tennis Nachrichten und News findet ihr alles rund um die aktuellsten Ereignisse im Tennissport. Egal ob ATP World Tour oder WTA Tour – bei uns seid ihr an der richtigen Stelle. Wann steht der nächste Davis-Cup Termin auf dem Spielplan und wer startet dort als Favorit auf den Sieg? Diese Frage beantworten wir ebenso, wie jene nach Form und Verfassung der Stars für die nächsten Grand Slams oder andere Turnier.
Zudem erfährst du bei uns, wie es um deine Lieblingsspieler bestellt ist. Gibt es Verletzungen, wie ist die aktuelle Verfassung und wie stehen die Chancen auf einen Turniersieg? Wir informieren dich in unserer News Abteilung über all diese Fragen und beantworten auch sonst Relevantes, das im Zusammenhang mit der gelben Filzkugel steht.
Außerdem geben wir auch einen Überblick über die aktuell besten Wetten und Siegquoten für anstehende Großereignisse. Bei uns bekommt ihr aber nicht nur Infos zu den Großereignissen wie Wimbledon oder der French Open – denn vielfältige und abwechslungsreiche Berichterstattung wird bei uns groß geschrieben. So gibt es aktuelle Meldungen zu Challenger Turnieren, ebenso wie über die Serie der Ex-Profis, den Championship Turnieren. Es sollte also für jeden Tennisfan etwas dabei sein.

Überraschungen in Monte Carlo

Das Monte Carlo Masters 2019 hat bislang für einige Überraschungen gesorgt. Vor dem Viertelfinale mussten bereits zahlreiche Favoriten die Segel streichen. „Sandplatzkönig“ Rafael Nadal und Weltranglistenleader Novak Djokovic gaben sich hingegen bisher keine Blöße.

Erneuter Rückschlag für Zverev

Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev kommt im Jahr 2019 nach wie vor nicht in die Gänge. Nach dem verhaltenen Saisonauftakt wollte der 21-jährige beim ersten Sandplatz-Highlight auf seinem Lieblingsbelag zurück in die Erfolgsspur finden, musste aber im Achtelfinale gegen Fabio Fognini nach einer schwachen Vorstellung die Heimreise antreten. Für den Sieger der letztjährigen ATP Finals ist das frühe Aus ein erneuter Rückschlag, den er mit mangelnder Spielpraxis erklärt. „Ich brauche einfach noch mehr Spiele“, so der knappe Kommentar Zverevs.

Auch für Österreichs Topstar Dominic Thiem lief es im Fürstentum alles andere als nach Wunsch. Nach den Diskussionen der letzten Wochen, im Zuge denen er die vorläufige Trennung von Langzeit-Coach Günter Bresnik bekanntgab (Tennis Wetten hat berichtet), zeigte der 25-jährige im Achtelfinale gegen Dusan Lajovic eine blasse Leistung und scheiterte verdient mit 3:6, 3:6. Außer den Topstars Nadal und Djokovic gelang es mit Borna Coric und Daniil Medvedev überhaupt nur zwei Spielern aus den Top Ten, in die Runde der letzten Acht einzuziehen.

Nadal Topfavorit

Die serbische Nummer eins der Welt bekommt es mit Russlands Youngster zu tun. Dieser spielt bisher eine starke Saison und konnte auch in Monaco überzeugen. Für Thiem-Bezwinger Lajovic geht es gegen den italienischen Sensationsmann Lorenzo Sonego. Beide kämpfen um ihr erstes Masters-Halbfinale. Ein spannendes Duell dürfte es zwischen Coric und Fognini geben. Der junge Kroate zeigte sich im Glücksspiel-Mekka nämlich bis datp blendend disponiert. Sein erfahrenerer italienischer Konkurrent spielt bislang eine starke Saison. Abgeschlossen wird das Viertelfinale dann vom Aufeinandertreffen zwischen Rafa Nadal und Guido Pella. Der ungesetzte Argentinier konnte mit Djere, Cilic und Cecchinato bereits drei große Namen eliminieren. Gegen den spanischen Topfavoriten wäre ein Sieg allerdings eine Riesensensation.

Zum ATP Spielplan.

Krise bei Thiem und Coach Bresnik?

Zwischen Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem und seinem langjährigen Trainer Günter Bresnik gibt es offenbar Spannungen. Wie nach dem Sunshine Double in den USA bekannt wurde, soll schon längere Zeit dicke Luft herrschen. Beim Masters in Monte Carlo, das im ATP Spielplan als nächstes Highlight ansteht, fehlt Bresnik nun und auch gemeinsame Trainingseinheiten soll es aktuell nicht geben. Thiem wird nach seinem ersten Masters Erfolg in Indian Wells bei den Rolex Masters Wettquoten als Kandidat auf den Turniersieg gehandelt. Eine holprige Vorbereitung ist dabei natürlich nicht zweckdienlich.

Emanzipation statt Spannungen

In der Vorbereitung auf den Sandplatz-Auftakt im Fürstentum hatte Thiem nicht mit Bresnik, der ihn seit seiner Jugend betreut, sondern mit seinem Vater Wolfgang trainiert. In Monaco wird dann der Chilene Nicolas Massu den French Open-Finalist betreuen, ehe in Barcelona erneut Wolfgang Thiem diese Rolle übernimmt. Bresnik fehlt beide Male. Der Langzeittrainer will diesen Umstand aber nicht überbewerten. Die Verschiebungen im Trainerteam seien „völlig normal“, so der Wiener und fügte an. „Dominic wird heuer 26 und teilweise in der Öffentlichkeit immer noch wahrgenommen, wie wenn er ein kleines Kind wäre“.

Dominic Thiem Rückhand
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

Die komplette Eigenständigkeit seines Schützlings sei immer sein „ultimatives Ziel als Trainer“ gewesen. Anstelle des meist stoischen Bresnik wird damit der emotionale Doppel-Olympiasieger Massu auf der Tribüne sitzen. Eine Abwechslung, die Thiem laut eigener Aussage gut tut.

Sollte der Lichtenwörther in seiner Abwesenheit erfolgreich sein, würde Bresnik dies nicht bedauern. „Ich bin nicht mehr eitel, was das betrifft. Je länger man mit jemandem zusammenarbeitet, desto unwichtiger wird man als Coach. Diese Zeit war mit 15, als die Basis für den jetzigen Erfolg gelegt wurde“, so der vierfache Familienvater. Von Spannungen will Bresnik nichts wissen, viel mehr sei Thiem nun ein „fertiger Spieler, der eigenständige Entscheidungen trifft und auch weiß, was ihm gut tut“.

Heiße Phase für Thiem

Für Thiem beginnt wenige Wochen nach seinem größten Karriereerfolg in Indian Wells endgültig die heiße Saisonphase. Auf Sand gehört der 25-jährige zu den besten Spielern der Welt. Nach zwei Halbfinaleinzügen und der letztjährige Finalpleite gegen Rafael Nadal will sich der „Dominator“ engültig den Traum vom Grand Slam-Titel bei Roland Garros erfüllen. Bei den French Open Wettquoten auf den Gesamtsieg zählt Thiem neben Top-Anwärter Nadal jedenfalls schon jetzt zum heißen Eisen.

Rolex Monte-Carlo Masters 2019 – Tipps & Quoten

Von 13. bis 21. April gastiert die ATP Tour traditionell in Monaco. Das Masters1000 im Fürstentum wird seit 1897 ausgetragen und gehört damit zu den ältesten und prestigeträchtigsten Turnieren im ATP Kalender. Es gehört seit Beginn der Open Era 1969 zu den Masters-Events und wird im Monte Carlo Country Club ausgetragen, der geographisch gesehen bereits auf französischem Boden liegt. Monaco gilt als erste richtige Standortbestimmung auf Sand und ist der Startschuss von spannenden Turnierwochen, in denen auch die Masters von Madrid und Rom sowie als krönender Abschluss die French Open anstehen.

Key Facts Monte Carlo:

  • 13 – 21. April
  • Erstmalige Austragung: 1897
  • Belag: Sand
  • Preisgeld: 4.872.105€
  • Rekordsieger: Rafael Nadal (11x)
  • Vorjahressieger: Rafael Nadal
Monte-Carlo Masters 2019 – Finale
🇮🇹 F. Fognini 6:3, 6:4 🇸🇰 D. Lajovic

Erneuter Fall für den Sandplatzkönig Nadal?

Die Favoritenrolle ist in der Glücksspielmetropole klar verteilt. Spaniens Superstar Rafael Nadal war bereits elf Mal in Monte Carlo erfolgreich, zuletzt gelangen dem Mallorquiner drei Triumphe en suite. Nicht umsonst führt Nadal auch in der Liste jener Spieler mit den meisten Masters Titel. Zudem hält der elffache French Open Sieger den Rekord für die längste Siegesserie auf Sand (nachzulesen bei unserer Liste aller Tennis Rekorde.

Rafael Nadal
Francechecco uni (CC BY-SA 3.0)

Obwohl er zuletzt immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte (Tennis Wetten hat berichtet), geht der wohl beste Sandplatzspieler aller Zeiten als großer Favorit in das Turnier. Ebenfalls gute Chancen darf sich die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic ausrechnen. Der 31-jährige Serbe gewann 2013 und 2015 im Fürstentum, zweimal musste er sich im Finale Nadal geschlagen geben. Nach zuletzt enttäuschenden Auftritten in den USA will der „Djoker“ rechtzeitig vor den French Open wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Das wird bei der starken Konkurrenz im Fürstentum aber wohl alles andere als leicht. Neben Nadal und „Nole“ gibt es nämlich noch jede Menge weiterer Hochkaräter.

Monte-Carlo Masters 2019 – Gesamtsieger
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🇪🇸 R. Nadal 1,40 1,45 1,45
🇷🇸 N. Djokovic 3,60 3,25 3,25
🇷🇺 D. Medvedev 20,00 19,00 19,00
🇭🇷 B. Coric 20,00 21,00 21,00
🇮🇹 F. Fognini 25,00 23,00 23,00
D. Thiem out
A. Zverev out
S. Tsitsipas out
K. Nishikori out
weitere Spieler zu Tipico zu Bwin zu Betway

Zverev und Thiem als erste Verfolger

Auch Alexander Zverev gehört in Monaco zu den Favoriten. Der bald 22-jährige Hamburger läuft seiner Topform zwar noch hinterher, könnte aber auf seinem Lieblingsbelag den Turbo zünden und rechtzeitig zum ersten Sandplatz-Highlight wieder an der Spitze anklopfen. Auf der Rechnung muss man den amtierenden ATP Finals-Sieger mit Sicherheit haben. Da Roger Federer, wie bereits in den vergangenen beiden Jahren, auf ein Antreten an der Côte d’Azur verzichtet, geht Dominic Thiem als Nummer vier der Setzliste ins Turnier.

Dominic Thiem
si.robi (CC BY-SA 2.0)

Der Österreicher war im Jahr 2019 bislang eine Wundertüte. Highlight war sein erster Masters-Titel in Indian Wells. Leistungen wie diese wechselten sich aber immer wieder mit frühen Ausscheiden ab, weshalb einige Fragezeichen hinter Thiem stehen. Gerade auf Sand muss man dem Lichtenwörther aber zutrauen, dass er sein A-Game auspacken und um den Turniersieg mitspielen kann. Immerhin konnte er letztes Jahr mit Finalteilnahmen in Madrid und bei Roland Garros verbuchen. In Madrid holte sich damals Zverev den Titel und in Paris – wie könnte es anders sein – Rafa Nadal.

Geheimtipp Nishikori?

Ebenfalls hoch einzustufen ist Kei Nishikori. Der Japaner spielt bislang eine ordentliche Saison und kommt mit guten Erinnerungen nach Monte Carlo. Im Vorjahr unterlag der 32-jährige erst im Finale Rafael Nadal – eine Rechnung, die Nishikori heuer gerne begleichen würde. Auch die „Next Generation“ der ATP Tour gehört in Monaco wieder zum Kreis der Mitfavoriten. Stefanos Tsitsipas, Karen Khachanov oder Borna Coric sind definitiv für eine Überraschung gut. Auch die auf Sand traditionell starken Spanier wie Pablo Carrena Busta oder Roberto Bautista Agut muss man mit Sicherheit auf der Rechnung haben.

Ein Geheimtipp könnte der Argentinier Diego Schwartzman sein, der zwar zuletzt nicht überzeugen konnte, im Vorjahr aber eine starke Sandplatzsaison absolvierte. Mit Spannung darf man auch den Auftritt von Stan Wawrinka erwarten. Der Schweizer konnte das Turnier 2014 für sich entscheiden, nach einer langen Verletzungsmisere und Formkrise kämpft der dreimalige Grand Slam-Sieger derzeit aber um den Anschluss an die Weltspitze.

Wichtiger Indikator für Roland Garros

Das erste Sandplatz Masters der Saison ist in jedem Fall eines – ein wichtiger Indikator für die French Open Wettquoten der Tennis Buchmacher. Während man bei Wettanbietern in der Regel erst nach der Qualifikation Tipps auf die Turnier-Gesamtsieger abgeben kann, ist dies für die Grand Slam Turniere schon jetzt als Langzeitwette möglich. Tendenziell gilt dabei je früher die Wette  platziert wird, desto höher die Quote. Wettfans wissen aber natürlich, dass derartige Langzeitprognosen sehr unsicher sind. Daher ist es wichtig, die Turniere auf dem jeweiligen Belag vor dem Major Turnier genau zu analysieren und auszuwerten.

Einem spannenden Auftakt zur Sandplatz Saison steht also nichts mehr im Wege. Wir freuen uns schon auf spektakuläre Duelle im roten Sand von Monte Carlo!

Federer enttrohnt Isner in Miami

Tennis-Superstar Roger Federer hat es einmal mehr geschafft. Der 37-jährige Schweizer setzte sich im Finale der Miami Open gegen Lokalmatador deutlich 6:1, 6:4 durch und feierte seinen bereits 101. ATP-Titel. Damit darf „FedEx“ weiter darauf hoffen, den Allzeitrekord von Jimmy Connors (109) einzuholen. In der Liste der ATP Tennis Rekorde könnte Federer also bald der alleinige Dominator sein.

Klare Sache im Finale

Federer hatte im Endspiel keine Mühe mit Vorjahressieger Isner. Der US-Amerikaner fand von Anfang an nicht in dieses Finale und musste sich am Ende deutlich geschlagen geben. „King Roger“ prolongiert damit seine starke Serie von drei Finalspielen en suite. Selbiges war ihm zuletzt auch in Doha, wo er sich den Titel sicherte, und Indian Wells, wo er gegen Dominic Thiem unterlag, gelungen. Überhaupt ist der Schweizer der erste Akteur 2019, der drei Mal ins Endspiel einziehen konnte und dabei zwei Mal erfolgreich war, womit er auch die Spitze in der Jahreswertung übernimmt. Nach dem 101. Titel auf der Tour zog Federer zufrieden Bilanz. „Am Anfang habe ich wirklich perfektes Tennis gespielt“, war sich der Schweizer bewusst.

Gegner Isner war zwar am Ende durch Probleme am linken Fuß gehandicapt, wollte dies aber nicht als Ausrede gelten lassen und zollte Federer Respekt. „Du warst einfach viel zu gut heute, in diesem ganzen Turnier und in deiner gesamten Turnier“, huldigte der 33-jährige seinem erfolgreichen Kontrahenten.

Roger Federer
Carine06 (CC BY-SA 2.0)

Anders als in den vergangenen beiden Jahren wird Federer heuer auch die Sandplatzsaison in Angriff, gibt sich aber zurückhaltend. „Ich bin nicht sehr selbstbewusst vor der Sandplatzsaison, es ist für mich Niemandsland“, so der French Open-Sieger 2009. Als Vorbereitung auf den Klassiker in Roland Garros wird Federer das Masters in Madrid spielen. Auch bei den Rolex Masters Wettquoten werden die Tennis Buchmacher „FedEx“ auf dem Schirm haben.

Schwächelnde Konkurrenz

Klar ist, dass man den 37-jährigen auch auf seinem vermeintlich schwächsten Belag auf dem Zettel haben muss. Paris-Spezialist Rafael Nadal schleppt sich derzeit von Verletzung zu Verletzung, Weltranglistenleader Novak Djokovic konnte beim Sunshine Double nicht überzeugen. Gute Voraussetzungen für „FedEx“, auch in der Sandplatzsaison im ATP Kalender 2019 eine gewichtige Rolle zu spielen.

Djokovic auch in Miami ausgeschieden

Für Serbiens Tennis-Superstar Novak Djokovic läuft es derzeit nicht nach Wunsch. Der Weltranglistenerste musste sich nach dem Drittrunden-Aus in Indian Wells auch bei den Miami Open früh verabschieden. Im Achtelfinale war gegen Roberto Bautista Agut in drei Sätzen Schluss.

Überraschende Achtelfinalpleite

Auf der Jagd nach seinem siebten Titel in Florida gab es damit den nächsten frühen Bauchfleck. Knapp zwei Wochen nach der Pleite gegen Philipp Kohlschreiber bei den BNP Paribas Open (Tennis Wetten hat berichtet) war diesmal Roberto Bautista Agut, Nummer 23 der Weltrangliste, zu stark für den „Djoker“. Nach 2:29 Stunden hieß es am Ende 1:6, 7:5, 6:3 aus Sicht des Spaniers.

Agut trifft nun im Viertelfinale auf Titelverteidiger John Isner. Nach dem erneut überraschend frühen Aus war Djokovic naturgemäß enttäuscht. „Er ist ein solider Spieler, aber dieses Spiel hätte ich nicht verlieren sollen“, ärgerte sich der Australian Open Sieger. Besonders seine Breakchancen ließ der Djoker teilweise leichtfertig aus. Bereits in Doha hatte Bautista Agut den 31-jährigen bezwungen. Zwei von drei Saisonniederlagen eritt „Nole“ damit gegen den Spanier.

Der einstige USA-Dominator kann damit auch heuer nicht an die Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Während er die letzten drei Grand Slam Turniere allesamt für sich entscheiden konnte, wartet er beim „Sunshine Double“, dass er bereits viermal gewann, seit 2016 auf einen Viertelfinaleinzug – eine Durststrecke, die dem erfolgsverwöhnten Mann aus Belgrad zu denken gibt. „Ich muss definitiv überdenken, wie ich mich nächstes Jahr für Miami und Indian Wells vorbereite“, sinnierte Djokovic nach der Niederlage.

Pausen sind gefährlich

Die ersten ATP-Auftritte seit seinem siebten Melbourne-Titel im Jänner gingen damit in die Hose. Djokovic sei nach der langen Pause „eingerostet“ gewesen und verweist auf „zu viele Sachen neben dem Platz, die mich in meinem Spiel beeinträchtigt haben.“ Nachdem auch Alexander Zverev und Dominic Thiem bereits die Koffer packen mussten, sind die Top drei der Setzliste allesamt bereits ausgeschieden. Topfavorit bei den Miami Open Wetten der Tennis Buchmacher ist nun Routinier Roger Federer. Der Schweizer trifft im Achtelfinale auf Daniil Medvedev.

Spannung vor Miami-Achtelfinale

Die erste Woche der Miami Open ist geschlagen und von Überraschungen geprägt. Bereits mehrere Mitfavoriten mussten frühzeitig die Segel streichen, darunter auch Indian Wells-Sieger Dominic Thiem. Vor dem Beginn der Achtelfinalspiele teilen sich Novak Djokovic und Roger Federer die Favoritenrolle auf den zweiten Masters-Titel des Jahres. Auch Titelverteidiger John Isner ist noch im Turnier. Isner wird allerdings bei den aktuellen Miami Open Wettquoten der Tennis Buchmacher nur als Außenseiter gehandelt.

Favoritensterben in den Auftaktrunden

Der „Djoker“ trifft auf Roberto Bautista Agut, der ohne Satzverlust unter die letzten 16 eingezogen ist. Klarer Favorit ist dennoch der serbische Weltranglistenleader, der mit seinem siebten Miami-Titel Geschichte schreiben könnte. Im zweiten Achtelfinale kommt es zum Duell zwischen Titelverteidiger Isner und dem Briten Kyle Edmund, der den zuletzt stark aufspielenden Milos Raonic überraschend in Runde drei aus dem Turnier warf.

Die kanadischen Hoffnungen liegen damit auf Felix Auger-Aliassime, der Thiem-Bezwinger Hubert Hurkacz in zwei Sätzen nach Hause schickte. Im Duell mit Nikoloz Basilashvili ist er allerdings Außenseiter. Die obere Hälfte im Turnierbaum wird komplettiert vom Aufeinandertreffen der Youngsters Borna Coric und Nick Kyrgios. Letzterer sorgte einmal mehr für Schlagzeilen, als er sich in seinem Drittrunden-Duell gegen Dusan Lajovic einen verbalen Schlagabtausch mit einem Zuschauer lieferte und das, obwohl Kyrgios zu Jahresbeginn versprach, sich zu bessern (Tennis Wetten hat berichtet).

Federer im Kampf gegen Youngster

Hartplatz-Spezialist Kevin Anderson marschiert bislang souverän durch das Turnier. Im Achtelfinale wartet mit Jordan Thompson nun der Überraschungsmann schlechthin. Der Australier setzte sich sowohl gegen Karen Khachanov, als auch Grigor Dimitrov glatt durch und will seinen Sensationslauf fortsetzen.

Viele Rekorde auf der ATP World Tour hält Federer
Wikimedia, Peter Myers (CC BY 2.0)

Ein schwieriges Match wartet auf Topstar Roger Federer. Der Schweizer bekommt es nämlich mit Denis Medvedev zu tun. Im Duell der beiden Toptalente trifft Stefanos Tsitsipas auf Denis Shapovalov. Der Grieche präsentierte sich bislang bärenstark und gehört zu den Mitfavoriten auf den Titel, sein kanadischer Gegenüber ist aber immer für eine Überraschung gut.

Das letzte Achtelfinale zwischen David Goffin und Lokalmatador Frances Tiafoe verspricht ebenfalls Spannung. Der US-Youngster eliminierte auf dem Weg unter die letzten 16 David Ferrer, der zuvor Alexander Zverev aus dem Turnier befördert hatte.

Miami Open 2019 – Quoten & Wetten

Keine Verschnaufpause für die Topstars der ATP. Nach dem Masters1000 in Indian Wells geht es an das andere Ende der USA, wo in Miami das nächste Saisonhighlight im ATP Spielplan ansteht. Das Turnier in Florida bildet den Abschluss des „Sunshine-Double“ und gehört zu den prestigeträchtigsten Events des Jahres.

Seit 1985 gastiert die ATP Tour jährlich im „Sunshine State“ und ist neben Indian Wells das einzige Masters mit einem Hauptfeld von 96 Teilnehmern. Bei der 35. Auflage wird erstmals im Hard Rock Stadium, der Heimstätte des NFL-Teams Miami Dolphins, gespielt. Rekordsieger sind mit jeweils sechs Titeln Andre Agassi und Novak Djokovic. Besonders der Serbe prägte das Turnier in der jüngeren Vergangenheit, von 2014 bis 2016 feierte er drei Siege in Serie. Im Vorjahr durften die USA über einen Hemsieg jubeln: John Isner setzte sich im Finale gegen Alexander Zverev durch.

Kann Djokovic zurückschlagen?

Die Favoritenliste für die Miami Open ist lang. Trotz seines frühen Aus in Indian Wells ist Novak Djokovic wohl der Mann, den es zu schlagen gilt. Der USA-Spezialist spielt bisher eine starke Saison, nach den Rückschlag in Indian Wells wird er Alles daran setzen, in Miami zurückzuschlagen und zum alleinigen Rekordsieger zu mutieren.

Roger Federer
Wikimedia, Schulerst (CC BY-SA 4.0)

Auch Routinier Roger Federer gehört einmal mehr zu den ganz großen Favoriten. Obwohl er bei den BNP Paribas Open den Titel knapp verpasste, bewies er mit seinem Finaleinzug wiedermal, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. In Miami macht er Jagd auf seinen 101. ATP-Titel. Nach wie vor fehlen Federer nur noch 9 Titel um in der Liste der ATP Rekorde für die meisten Einzel-Titel auf Tennis-Legende Jimmy Connors aufzuschließen.

ATP Miami Open Gesamtsieger 2019
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🇨🇭 R. Federer 1,40 1,40 1,44
🇺🇸 J. Isner 5,00 5,00 5,00
🇨🇦 D. Shapovalov 8,00 9,00 7,50
🇨🇦 F. Auger Aliassime 9,00 10,00 9,00
🇿🇦 K. Anderson 10,00 13,00 13,00
🇺🇸 Frances Tiafoe 17,00 17,00 19,00
weitere Spieler Tipico Bwin Betway
🇷🇸 N. Djokovic out

Holt Thiem den Sunshine Double?

Neben Djokovic und Federer gehört nach seinem Triumph in Indian Wells auch Dominic Thiem zu den heißesten Anwärtern auf den Turniersieg. Dem verhaltenen Saisonstart zum Trotz lieferte der Österreicher bei den BNP Paribas Open eine bärenstarke Vorstellung und holte seinen ersten Masters-Titel (Tennis Wetten hat berichtet).

Dominic Thiem Rückhand
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

Gelingt es dem 26-jährigen, dieses Niveau zu halten, wird er auch in Miami nur schwer zu schlagen sein. Ebenfalls hoch einzuschätzen ist Alexander Zverev. Der Vorjahresfinalist und Nitto Finals Sieger 2018 wartet 2019 noch auf einen großen Erfolg, in Miami könnte der Knoten beim Deutschen aber platzen.

Verletzungsbedingte Nadal-Absage

Auch Vorjahressieger John Isner gehört erneut zu den Mitfavoriten. In Indian Wells war für den 33-jährigen zwar bereits im Achtelfinale Endstation, in Miami will der Lokalmatador aber wieder um den Titel mitmischen. Bei den BNP Paribas Open spielte sich ebenso Milos Raonic in den Kreis der Favoriten. Das kanadische Aufschlag-Ass musste sich erst im Halbfinale dem späteren Sieger Thiem geschlagen geben.

Stark präsentierte sich in Kalifornien auch Russlands Youngster Karen Khachanov. Der Paris-Sieger 2018 geht auf seinen zweiten Masters-Titel los. Ein Fragezeichen steht hingegen hinter Kevin Anderson. Der südafrikanische Hartplatz-Spezialist musste auf ein Antreten bei den BNP Paribas Open verzichten. Ob er in Topform nach Miami kommt, darf somit bezweifelt werden. Auf der Rechnung muss man auch die zuletzt starken Kei Nishikori und Borna Coric, sowie Ex-US Open-Sieger Marin Cilic haben. Der große Abwesende ist allerdings Rafael Nadal. Nachdem er sich im Viertelfinale von Indian Wells erneut eine Verletzung zuzog und deshalb auf den Semifinal-Kracher gegen Roger Federer verzichten musste, kann der Mallorquiner auch in Miami nicht an den Start gehen.

Andreescu auf dem Weg zum Double?

Nicht nur bei den Herren gab es in Indian Wells eine faustdicke Überraschung. Auch im WTA Feld konnte mit Bianca Andreescu eine Spielerin gewinnen, die kein Tennis Buchmacher vor Turnierbeginn auf dem Radar hatte. Die 18-jährige Kanadierin spielte sich mit beherztem Auftreten und spektakulärem Defensiv Tennis in die Herzen der Zuseher in Indian Wells. Dennoch: Ein Triumph in Miami wäre ein Riesensensation. Andreescu wird trotz ihrer Topleistungen beim ersten Masters im WTA Kalender nur als Außenseiterin auf den Titel geführt.

Als eine der Hauptanwärterinnen auf den Titel wird trotz ihrer Indian Wells Finalniederlage wohl Angelique Kerber ins Rennen gehen. Die Deutsche zeigte ausgenommen von ein paar Aussetzern im Duell mit Andreescu über weite Strecken hervorragendes Tennis und konnte ihre Favoritenrolle, die ihr schon vor dem Turnier bescheinigt wurde weitestgehend bestätigen. Noch vor Kerber steht bei den Wettquoten allerdings das Trio aus Serena Wiliams, Naomi Osaka und Simona Halep.

WTA Miami Open Gesamtsiegerin 2019
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🇦🇺 A. Barty 1,80 1,78 1,80
🇨🇿 K. Pliskova 2,00 2,00 2,00
🇪🇪 A. Kontaveit out
🇷🇴 S. Halep out

Besonderes Hauptaugenmerk gilt dabei wohl der Erstrundenform von Serena Williams. In Indian Wells musste die 23-fache nämlich nach einer Viruserkrankung aufgrund von Erschöpfung W.O. geben. Kann Williams jedoch in Miami ihr volles physisches Pensum abrufen, dann muss man sie als Titelkandidatin #1 betrachten. Des weiteren werden aber wohl auch Dauerbrenner wie, Elina Svitolina, Karolina Pliskova und Sloane Stephens zum engeren Favoritenkreis zählen. Dementsprechend eng liegen die Quoten noch beisammen.

Thiem-Triumph in Indian Wells

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem darf in Indian Wells über den größten Erfolg seiner Karriere jubeln. Der 26-jährige bezwingt im Finale Superstar Roger Federer 3:6, 6:3, 7:5 und sichert sich damit seinen ersten Masters1000-Titel. Mit dem Triumph in Kalifornien verbessert er sich in der Weltrangliste außerdem auf Platz vier.

Erster Masters-Titel für Thiem

Dabei startete das Match für Thiem nicht nach Wunsch. Federer dominierte den ersten Satz und ließ seinen elf Jahre jüngeren Kontrahenten nicht ins Spiel kommen. „Roger hat am Anfang unglaublich gespielt, daran musste ich mich erst gewöhnen“, so Thiem in der Nachbetrachtung. Im zweiten Durchgang kämpfte sich der „Dominator“ dann aber in die Partie und sicherte sich schlussendlich in drei Sätzen seinen größten Erfolg auf der Tour.

Die Krönung von zwei starken Turnierwochen in Indian Wells, die einen verkorksten Saisonauftakt bei den Australian Open vergessen machten. Nach dem Erfolg, mit dem er im Head-to-Head gegen Federer auf 3:2 stellte, rang der Lichtenwörther um Worte. „Ich kann es eigentlich gar nicht glauben“, war Thiem überwältigt.

Training mit Massu als Schlüssel zum Erfolg?

Nach dem enttäuschten Start ins Jahr meldete sich der Niederösterreicher beim ersten Turnier des „Sunshine-Doubles“ eindrucksvoll zurück. Geholfen hat dabei offenbar ein zweiwöchiges Trainingslager mit Nicolas Massu, das den 26-jährigen wieder auf Vordermann brachte. In Indian Wells folgte eine Weltklasseleistung auf die andere. Auch Coach Günther Bresnik war nach dem Triumph zufrieden.

Dominic Thiem Rückhand
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

„Dominic hat sich das dermaßen verdient, er hat in den letzten 20 Jahren so viel investiert“, so Trainer, der für ServusTV als Co-Kommentator fungierte und den Erfolg seines Schützlings nicht vor Ort miterlebte. Thiems erster Masters Erfolg ist sicherlich die bisher größte Überraschung im laufenden Tennisjahr. Bei den Gesamtsiegquoten der Tennis Buchmacher stand Thiem vor dem Turnier noch bei einer Siegquote von 67,0. Man darf davon ausgehen, dass die Angelegenheit bei den Miami Open Wettquoten schon deutlich anders aussehen wird

Nächster Halt Miami

Als gewohnt fairer Verlierer präsentierte sich Federer, der Thiem zu „zwei fantastischen Wochen“ gratulierte. Auf seinen 101. ATP-Titel muss „FedEx“ damit noch warten, die nächste Chance bietet sich aber bereit in Miami, wo das nächste Masters1000 im ATP Spielplan ansteht. Thiem macht Jagd auf das „Sunshine-Double“, das zuletzt Novak Djokovic im Jahr 2016 gelang. Auch in Hinblick auf die French Open ist Thiems Sieg in Indian Wells ein starkes Statement.

Bis dato war der Finaleinzug beim Roland Garros Grand Slam 2018 der größte Erfolg von Österreichs Tennis-Aushängeschild (Tennis Wetten hat berichtet). Vielleicht schafft der „Dominator“ ja dieses Jahr nach dem Masters Premierensieg auch noch gleich den ersten Grand Slam seiner Karriere.

Djokovic-Out in Indian Wells

Topfavorit Novak Djokovic muss bei den BNP Paribas Open in Indian Wells bereits frühzeitig die Segel streichen. Der serbische Weltranglistenleader unterlag Philipp Kohlschreiber in Runde drei 4:6, 4:6 und hat damit keine Chance mehr auf seinen sechsten Titel beim traditionell ersten Masters1000 der ATP Tour.

Thiem in Topform

Lange hielt die Freude beim deutschen Routinier über seinen Überraschungscoup aber nicht an. Der Djokovic-Bezwinger musste sich im Achtelfinale prompt Gael Monfils geschlagen geben. Beim deutlichen 0:6, 2:6 ließ der Franzose Kohlschreiber nicht den Hauch einer Chance. Der 32-jährige trifft in der Runde der letzten Acht nun auf Österreichs Top-Ass Dominic Thiem, der bei den Indian Wells Wettquoten auf den Gesamtsieg einen ordentlichen Satz nach vorne gemacht hat.

Dominic Thiem
si.robi (CC BY-SA 2.0)

Der Lichtenwörther, dessen bisherige Saison von gesundheitlichen Problemen und mäßigen Ergebnissen geprägt war, präsentiert sich in Indian Wells weiter in Topform. Nach der starken Performance gegen Gilles Simon bezwang er auch Aufschlag-Ass Ivo Karlovic in zwei Sätzen, 6:4, 6:3 hieß es am Ende für den French Open-Finalisten.

Federer und Nadal souverän

Mit Jan-Lennard Struff hat auch der zweite verbliebene deutsche Vertreter den Einzug ins Viertelfinale verpasst. Nach dem überraschenden Drittrunden-Erfolg gegen Landsmann und Mitfavorit Alexander Zverev setzte es gegen den Kanadier Milos Raonic ein 4:6, 3:6. Gegner des ehemaligen Wimbledon-Finalisten Raonic in der Runde der letzten Acht ist der serbische Youngster Miomir Kecmanovic. Dieser konnte wiederum Landsmann Laslo Djere ausschalten und peilt nun die nächste Überraschung an.

Eine vermeintlich leichte Hürde wartet auf Topfavorit Roger Federer. Der 37-jährige Schweizer blieb im bisherigen Turnierverlauf ohne Mühe und trifft nun auf den polnischen Überraschungsmann Hubert Hurkacz. Hurkacz hatte zuvor sensationell Kei Nishikori und Denis Shapovalov aus dem Turnier geworfen und steht erstmals bei einem Masters im Viertelfinale. Dennoch gibt es bei den Tennis Quoten der Bookies keinen Zweifel daran, wer bei diesem Duell als Sieger vom Platz gehen sollte.

Komplettiert wird das Viertelfinale durch den Schlager zwischen Rafael Nadal und Karen Khachanov. Wie Dauerrivale Federer ließ auch „Rafa“ bislang nichts anbrennen. Der Mallorquiner spazierte ohne Satzverlust unter die letzten Acht. Khachanov dürfte der erste richtige Härtetest auf dem Weg zum Titel sein. Der 22-jährige gewann schließlich im Vorjahr das letzte Saison-Masters in Paris und will diesen Erfolg in Kalifornien wiederholen.

ATP-Machtkampf spitzt sich zu

Nach der Absetzung von ATP-Präsident Chris Kermode spitzt sich der Machtkampf bei der ATP weiter zu. Besonders die beiden Tennis-Giganten Roger Federer und Novak Djokovic sollen letzten Aussagen zufolge unterschiedlicher Meinung sein. Die Fronten sind im Rahmen des Masters in Indian Wells noch einmal verhärtet. Schließlich gelten Djokovic und Federer neben Rafa Nadal als Hauptkonkurrenten um den ersten Masters Titel im ATP Spielplan 2019.

Djokovic contra Federer

Federer gilt als jahrelanger Befürworter Kermodes. Der Schweizer hatte bislang aber zu den Vorgängen um den scheidenden ATP-Präsidenten geschwiegen. Gegenüber der Schweizer Presse äußerte sich der 37-jährige am Rande der BNP Paribas Open aber erstmals  zur Causa und deutete einen Konflikt mit Djokovic an. „Ich habe versucht, Novak am Stichtag vor der Sitzung zu treffen, da hatte er leider keine Zeit. Das ist für mich schwer verständlich“, äußerte „FedEx“ Kritik an der Nummer eins der Weltrangliste.

Viele Rekorde auf der ATP World Tour hält Federer
Wikimedia, Peter Myers (CC BY 2.0)

Ein Treffen fand nicht mehr statt, die Entscheidung fiel zuungunsten Kermodes. Die Ablöse des Briten ist der vorläufige Höhepunkt eines Machtkampfs, in den vor allem die beiden Superstars involviert sind. Djokovic, seines Zeichens Präsident des ATP-Spielerrats, positionierte sich dabei klar gegen Kermode, während Federer immer auf der Seite des nun scheidenden Chairmans stand.

Die Entscheidung, dass der 54-jährige nun den Hut nehmen muss, kann der 20-fache Grand Slam-Sieger Federer nicht nachvollziehen. „Es gab in der Vergangenheit immer wieder Situationen, in denen man sagen musste: der oder der muss einfach weg, so geht das nicht mehr. So war das bei Kermode aber nicht“, so Federer, der nun überlegt, sich wieder vermehrt im Spielerrat zu engagieren. Während zwischen Djokovic und ihm derzeit Funkstille herrscht, ist ein anderer Topstar auf Seiten des Schweizers: mit Rafael Nadal gab es in Indian Wells ein Gespräch, auch der Spanier hätte eine weitere Präsidentschaft Kermodes befürwortet.

Achtelfinal-Schlager gegen Wawrinka

In Indian Wells könnte es auch zum sportlichen Aufeinandertreffen der beiden Streithähne kommen. Für Federer steht nach dem lockeren Auftakterfolg gegen Peter Gojowczyk im Achtelfinale ein Duell mit Stan Wawrinka an. „King Roger“ ist Favorit, sein vier Jahre jüngerer Landsmann kommt aber nach mühsamem Saisonauftakt immer besser in Schuss. Eine sportliche Herausforderung für Federer, während im ATP-Machtkampf das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Im Head to Head ist „FedEx“ aber klar im Vorteil. 21 Siege in 24 Duellen stehen bislang zu Buche. Auch beim Tennis Wettanbieter Bwin sieht man Rekordmann Federer klar im Vorteil. Das sind die Wettquoten für Federer vs. Wawrinka im Vergleich:

Wawrinka vs. Federer
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🇨🇭 S. Wawrinka 3,30 3,40 3,60
🇨🇭 R. Federer 1,28 1,30 1,28

Man darf gespannt sein, ob Wawrinkas Aufwärtstrend nach langer Durststrecke anhält. Mit Federer steht in der Nacht von heute auf morgen jedenfalls der bisher größte Prüfstein bevor. Wir freuen uns schon auf ein unterhaltsames Match in Runde 3.