Thiem scheitert bei Comeback

Das hat sich Dominic Thiem wohl anders vorgestellt. Bei seinem Comeback auf der  ATP Tour 2022 ist für den Österreicher in Belgrad gleich zum Auftakt Schluss. Gegen John Millman überzeugt der 28-jährige zwar phasenweise, muss sich aber dennoch in drei Sätzen geschlagen geben.

Vorhand als großes Manko

Dominic Thiem Roland Garros 2018
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Gerade in den ersten Spielminuten war Thiem die fehlende Matchpraxis deutlich anzumerken. Immer wieder schlichen sich unnötige Fehler beim ehemaligen US Open Sieger ein. Zwei Breaks waren schließlich zu viel, um Millman ernsthaft unter Druck zu setzen. Der erste Satz ging mit 6:3 deutlich an den Australier. Danach fand Thiem aber immer besser ins Spiel. Speziell in Sachen Aufschlag präsentierte sich der Niederösterreicher im Vergleich zu seinem Auftritt in Marbella (Tennis Wetten hat berichtet) deutlich verbessert. Ein immer mutigeres Spiel wurde schließlich belohnt. Ein Break reichte Thiem zum 6:3-Satzgewinn.

Auch das Entscheidungsset war über weite Strecken ausgeglichen. Beim Stand von 4:5 aus Sicht des Österreichers passierte aber ein unglücklicher Doppelfehler. Dieser ebnete Millman den Weg zum entscheidenden Break und dem Einzug in die nächste Runde. Für Thiem ist damit auch das zweite Comeback innerhalb weniger Wochen nach nur einem Match zu Ende.

Positive Ansätze

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Dennoch zog Thiem nach über zwei Stunden eine durchaus positive Bilanz. Besonders Rückhand und Aufschlagspiel stimmten die ehemalige Nummer drei der Welt positiv. Größtes Manko ist aktuell noch die ansonsten so starke Vorhand des Topstars. Bis zu den French Open 2022 will Thiem aber nun jede Woche spielen, um so bald wie möglich konkurrenzfähig zu sein. In der französischen Hauptstadt zählt der zweimalige Finalist aber wohl noch nicht zu den Mitfavoriten. Für den siegreichen Millman geht es bei den Serbia Open gegen Miomir Kecmanovic weiter. Beim hochkarätig besetzten Turnier in Belgrad sind u.a. Novak Djokovic, Andrey Rublev und Karen Khachanov vertreten. Für Dominic Thiem ist voraussichtlich Estoril die nächste Station.