Franzosen feiern ersten Davis-Cup-Sieg nach 16 Jahren

Die Franzosen haben zum zehnten Mal den Davis Cup gewonnen und ziehen somit mit Großbritannien gleich. Tennis Rekorde stellen sie damit zwar keine auf, denn mehr Siege haben noch die USA (32) und Australien (28) auf dem Konto.
Hingegen verpasste Belgien seinen ersten Titel in der Geschichte des seit 1900 ausgetragenen Traditionsturniers.
Im Finale gegen Belgien sicherte Lucas Pouille mit einem 6:3, 6:1 und 6:0 gegen Steve Darcis den 3:2 Sieg der Èquipe Tricolore.
Zuhause vor dem Publikum in Lille war die französische Mannschaft mit einer 2:1-Führung in den Abschlusstag gegangen.
Die Franzosen mussten aber nach der 6:7 (5:7), 3:6, 2:6-Niederlage von Jo-Wilfried Tsonga gegen David Goffin bis zum letzten Match zittern.

Pouille in Top-Form

Der amtierende Wien-Sieger Lucas Pouille (Tennis Wetten hat darüber berichtet) lies im finalen Match seinem Gegner keine Chance und beendete die Partie souverän in 94 Minuten Spielzeit.
Die Vorentscheidung fiel aber schon viel früher, als im Doppel das französische Duo aus Richard Gasquet und Pierre Hugues Herbert gegen Ruben Bemelmans/Joris de Loore 6:1, 3:6, 7:6 (7:2), 6:4 das Spiel für sich entschieden konnten.
Am Freitag hatte zum Auftakt Goffin gegen Pouille ähnlich deutlich gewonnen wie anschließend Tsonga gegen Darcis.
Besonders bitter ist die Finalniederlage für den groß aufspielenden David Goffin, der zuletzt auch schon beim ATP Final in London sehr gut gespielt hatte und erst im Finale gegen Grigor Dimitrow verlor.

Trotzdem musste die Nummer 7 der Weltrangliste, wie schon 2015 im Endspiel gegen Großbritannien als Verlierer die Segel streichen. Für Belgien war es das dritte Finale beim wichtigsten Tennis-Mannschaftsbewerb, auch das erste 1904 gegen die britischen Inseln hatten sie verloren.

Rehabilitation für 2014

Seit dem letzten Erfolg 2001 in Australien hat Frankreich insgesamt drei Endspiele gegen Russland (2:3 in Paris 2002) und Serbien (2:3 in Belgrad 2010) verloren.
Die 1:3 Finalniederlage 2014 gegen die Schweiz dürfte dabei vielen Spielern noch im Kopf gewesen sein.
Nun folgt man Argentinien als derzeit beste Tennisnation, das sich 2016 gegen Kroatien im Finale ebenfalls mit 3:2 durchgesetzt hatte.

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