Thiem reagiert auf Kritik von Muster & Bresnik

Österreichs Tennisstar Dominic Thiem hat sich zu den Trennungen von Thomas Muster und Günter Bresnik geäußert. Der 26-jährige wies in einem Interview mit einer österreichischen Tageszeitung dei teils harsche Kritik seiner beiden ehemaligen Weggefährten zurück.

„Projekt Muster“ gescheitert

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Sowohl das Ende der Zusammenarbeit mit Muster, als auch mit Langzeit-Coach Bresnik wirbelten medial viel Staub auf. Während der Australian Open trennte sich Thiem vom ehemaligen French Open-Sieger überraschend nach der dritten Runde (Tennis Wetten hat berichtet). Die österreichische Nummer 1 blieb aber von diesen Turbulenzen unbeeindruckt und erreichte schließlich sogar das Finale. Ex Coach Muster  zeigte sich jedoch enttäuscht und äußerte sich im Anschluss an den „Rauswurf“ vielsagend. „Es gibt Häuser mit schönen, ja ganz wunderbaren Fassaden. Aber man weiß sehr selten, wer drinnen wohnt“, so die ehemalige Nummer eins der Welt.

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Eine Aussage, die Thiem nicht nachvollziehen kann. Seine Zeit mit der österreichischen Tennis-Ikone bewertet er im Nachhinein nüchtern. „Es war einen Versuch wert. Ich habe von Anfang an gesagt, wenn es klappt, ist es eine super Sache, wenn nicht, dann eben nicht. Zweiteres war der Fall, weshalb ich die Zusammenarbeit relativ schnell beendet habe“, bilanziert die Nummer drei der Weltrangliste.

Scharfe Bresnik-Kritik – Cooler Thiem

Ende März folgte dann mit einem Interview des ehemalige Thiem-Trainers Günter Bresnik, der seinen Ex-Schützling von Kindesbeinen an gecoacht und bis in die Weltspitze geführt hatte, der nächste Aufreger. „Wenn ich jemandem alles zu verdanken habe, dann ich so nicht mit ihm umgehen. Wolfgang wäre eine Clubtrainer in Seebenstein und Dominic wäre ein Future-Spieler“, polterte der 58-jährige in Richtung Vater und Sohn Thiem.

Ende April 2018 kam es nach Meinungsverschiedenheit zur endgültigen Trennung, seitdem wird der dreifache Major-Finalist nur noch von Nicolas Massu betreut. Anders als Bresnik verzichtet Thiem junior auf scharfe Worte. „Für Bresnik gilt das gleiche wie für Muster. Wir hatten eine riesige Zeit, eine Trennung ist nie einfach und Meinungsverschiedenheiten sind die logische Konsequenz“, so der 26-jährige, der mit seinem ehemaligen Coach heute keinen Kontakt mehr pflegt.