Thiem-Sieg bei „Comeback“

Dominic Thiem hat sein erstes Spiel seit der Pause im ATP Spielplan 2020 erfolgreich absolviert. Bei der „Generali Austrian Pro Series“ setzte sich der 26-jährige in Gruppe A gegen Lucas Miedler mit 6:1, 6:2 durch. Knappe drei Monate hatte Österreichs Nummer eins zuvor kein offizielles Turniermatch bestritten.

Lockerer Auftakt

Dominic Thiem Roland Garros 2018
si.robi [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Seit die ATP Tour mit Ende Februar eine Zwangspause einlegen musste, war der Niederösterreicher nicht mehr auf der Tennis-Bühne aufgetreten. Nachdem in Österreich zuletzt nach und nach die Maßnahmen gelockert wurden und Einzelmatches wieder erlaubt sind, zeigte der Australian Open-Finalist, dass er in der Pause keinesfalls eingerostet ist. Gegen die heimische Nummer fünf, Lucas Miedler, gab es einen deutlichen 6:1, 6:2-Sieg. „Es hat Spaß gemacht“, bilanzierte Thiem danach kurz und knapp beim österreichischen Sender ‚ServusTV‘. Ursprünglich hätte es bereits am Montag und Dienstag zum Auftaktspiel kommen sollen, Regen hatte aber jeweils einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die ständigen Schauer hätten sich aber kaum auf die Platzbedingungen ausgewirkt, so Thiem. „Für das, dass es durchgeregnet hat, war der Boden ziemlich hart, der Ball ist extrem hoch gesprungen. Für mich waren die Bedingungen wie maßgeschneidert. Ich habe mich echt gut gefühlt“, zeigte sich die Nummer drei der Welt zufrieden.

Court Philippe-Chatrier French Open
Wikimedia, Yann Caradec (CC BY-SA 2.0)

Ohne Zwangspause im ATP Zirkus würde Thiem aktuell bei seinem Lieblingsturnier, den French Open, aufschlagen. 2016 und 2017 erreichte er dort jeweils das Semifinale. In den letzten beiden Jahren schaffte es Thiem sogar bis ins Endspiel. Beide Mal erwies sich allerdings Rafael Nadal als eine Nummer zu groß. Den „Sandplatzkönig“ in Paris zu bezwingen gilt als die ultimative Feuertaufe. Wie schwierig dieses Unterfangen ist, machte Thiem im Gespräch mit ‚Eurosport‘ deutlich. „Ich gehe auf den Platz hinaus und weiß, dass ich dort für die nächsten drei oder vier Stunden um jeden Ball kämpfen muss. Man muss dort auch seine Legende schlagen“, so der Lichtenwörther über den 12-maligen Roland Garros-Champion, der die Liste der Tennis Rekorde für die meisten French Open Titel klar anführt.

Melbourne-Ärger nicht verblasst

Gäbe es die Möglichkeit, eines seiner drei verlorenen Grand Slam-Finals zu wiederholen, würde sich Thiem aber für die heurigen Australian Open entscheiden. „Ich war 2:1 in Sätzen vorne und im vierten Satz hatte ich auch einen Breakball. Diesen Passierschlag würde ich vielleicht anders spielen“, so das OTV-Ass über die knappe Fünfsatz-Pleite gegen Novak Djokovic.