Djokovic triumphiert bei Western & Southern Open in New York

Novak Djokovic schickt sich weiterhin an, die Tennis-Geschichtsbücher umzuschreiben. Der 33-jährige Serbe setzte sich im Finale der Western & Southern Open, die heuer in New York ausgetragen wurden, gegen Milos Raonic durch und feierte damit seinen bereits 35. Masters-Titel. Mit seinem Verhalten außerhalb des Courts macht sich Djokovic derzeit aber nicht nur Freunde.

Nächster Rekord für den Djoker

Gegen den starken Aufschläger Raonic hatte der „Djoker“ zu Beginn Probleme und ging im ersten Satz mit 1:6 unter. Danach fand die Nummer eins der Welt aber zu gewohnter Form und schlug seinen kanadischen Widersacher in drei Sätzen. Mit seinem 35. Masters-Titel zog der serbische Superstar mit Rekordhalter Rafael Nadal gleich. Außerdem gelang es Djokovic als bisher einzigem Spieler, jedes der derzeit neun Masters-Turniere mindestens zwei Mal für sich zu entscheiden. Eine einzigartige Leistung in der Liste der Tennis Rekorde.

Abseits des Platzes sorgt der 17-fache Grand Slam-Sieger derzeit ebenfalls für Aufsehen. Die Gründung der neuen Spielergewerkschaft PTPA (Professional Tennis Players Assocation), die Djokovic maßgeblich vorangetrieben hat, gilt als offener Affront gegenüber der ATP. Der Mann aus Belgrad beteuert zwar, es handle sich um keine Konkurrenzorganisation, bei vielen anderen Profis kommt die Aktion nicht gut an. Per Mail wurden alle Spieler auf der Tour über die Planungen informiert, der Rücklauf soll angeblich eher spärlich sein. Mit Roger Federer und Rafael Nadal äußerten sich zwei Topstars öffentlich kritisch über die neue Spielervereinigung, stärkten der ATP den Rücken und warfen ihrem Dauerrivalen vor, „zu spalten, statt in dieselbe Richtung zu arbeiten“.

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US Open als nächstes Ziel

Arthur Ashe Stadion beim Grand Slam Turnier US Open
Wikimedia, Sporti (CC BY 2.0)

Während in dieser Causa das letzte Wort noch nicht gesprochen scheint, will Djokovic bei den US Open wieder positive Schlagzeilen schreiben. Zum Auftakt gab sich der Topfavorit beim 6:1, 6:4, 6:1 gegen Damir Dzumhur keine Blöße. Djokovic gilt nicht zuletzt auch aufgrund der Abwesenheit von Federer und Nadal als unumstrittener Topfavorit bei den US Open Wettquoten.

Schluss in Runde eins ist hingegen bereits für Lokalmatador und US-Hoffnung John Isner, der sich Landsmann Steve Johnson geschlagen geben muss. Mit Diego Schwartzman scheiterte ein weiterer Geheimfavorit früh. Auch OTV-Ass Dennis Novak muss vorzeitig die Heimreise antreten.