Favoriten wackeln in Wimbledon

Die Auftaktrunde in Wimbledon 2022 hat gleich die eine oder andere Überraschung gebracht. Viele Favoriten taten sich schwer, die meisten zogen aber den Kopf gerade noch aus der Schlinge. Besonders Topstar Novak Djokovic kam noch nicht in Fahrt. Führ Geheimtipp Hubert Hurkacz ist das Turnier sogar schon vorbei.

Djokovic mit Problemen

Novak Djokovic, Sieger von Wimbledon 2014
Wikimedia, Carine06 (Carine06)

Der klare Favorit bei den Wimbledon Quoten 2022 legte einen überraschend holprigen Start in die Mission Titelverteidigung hin. Der Serbe hatte gegen den krassen Außenseiter Soonwoo Kwon ordentlich zu kämpfen, setzte sich aber in vier Sätzen durch. 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 hieß es am Ende aus Sicht des 20-fachen Major Siegers. Immer wieder schlichen sich bei Djokovic aber ungewohnte Fehler ein, die es im weiteren Turnierverlauf abzustellen gilt. Dennoch war der Auftakterfolg für den „Djoker“ wiedermal ein Meilenstein. Als erster Spieler der Geschichte erreichte er 80 Siege bei Grand Slam-Turnieren – und kündigte unter Jubel der Fans 100 Triumphe an. Wimbledon bleibt heuer wohl die einzige Chance auf einen Major Titel für den Superstar. Da der Belgrader weiterhin auf eine Corona-Impfung verzichten will, dürfte er die US Open wohl verpassen.

Mitfavorit schon raus

Hubert Hurkacz
si.robi, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Vorbei ist der Traum vom Titel bereits für Hubert Hurkacz. Der Pole war im Vorfeld als Geheimfavorit gehandelt worden (Tennis Wetten hat berichtet), musste sich aber sensationell schon in der ersten Runde verabschieden. In einem dramatischen Match unterlag die Nummer 7 der Setzliste gegen Alejandro Davidovich Fokina in fünf Sätzen. Zwischenzeitlich hatte es bereits nach einem klaren Aus für Hurkacz ausgesehen. Bei Matchball Fokina im vierten Satz kämpfte sich der Pole aber in unglaublicher Manier zurück und erzwang ein Match Tie-Break im fünften Satz. Dort behielt aber sein spanischer Gegenüber die Nerven und sicherte sich mit 10:8 den Einzug in die nächste Runde. Auch Marin Cilic wird da nicht mehr mitwirken – der kroatische Routinier verpasste den Wimbledonstart aufgrund einer Corona-Infektion ganz.