Favoritensiege zum Finals-Auftakt

Mit den ATP Finals in Turin ist das letzte große Event der ATP Tour 2021 bereits in vollem Gange. Die Auftaktrunde gestaltete sich dabei wenig überraschend, die jeweiligen Gruppenfavoriten konnten sich jeweils durchsetzen. Eine Vorentscheidung könnte zudem mit Andrey Rublevs Sieg gegen Stefanos Tsitsipas gefallen sein. Der Russe hat nun beste Chancen auf das Halbfinale, während bei Tsitsipas das Formbarometer weiter auf Tief steht.

Wer stoppt Novak Djokovic?

Stefanos Tsitsipas Aufschlag
Carine06 from UK [CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Rublev sorgte für die einzige kleinere Überraschungen und ließ Tsitsipas keine Chance. Am Ende hieß es 6:4, 6:4 für den 24-jährigen, dem damit die Revanche für das Vorjahr gelang. Dort hatte der Grieche im entscheidenden Gruppenmatch die Oberhand behalten und Rublev nach Hause geschickt. Heuer sind die Vorzeichen nach dem ersten Spieltag anders. Tsitsipas steht bereits mit dem Rücken zur Wand. Gegen Casper Ruud geht es bereits um alles oder nichts. Gleich ist die Situation auch für den Norweger, der sich zum Auftakt Topfavorit Novak Djokovic mit 6:7(4), 2:6 geschlagen geben musste.

Der serbische Superstar setzte damit gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen und machte klar, dass der Titel einmal mehr nur über ihn führen wird. Das zeigt sich auch in den ATP Finals Quoten der Tennis Wettanbieter, wo der „Djoker“ als Topfavorit gehandelt wird. Im Duell mit Andrey Rublev geht es um die vorzeitige Qualifikation für das Semifinale, der Sieger darf sich über den Einzug in die Vorschlussrunde freuen.

Das Rätsel um Berrettini

In der roten Gruppe stehen derzeit nicht die sportlichen Ereignisse im Vordergrund, sondern das Drama um Matteo Berrettini. Nach seiner verletzungsbedingten Aufgabe im ersten Match gegen Alexander Zverev schien eigentlich bereits klar, dass es für den Italiener nicht weitergeht. Seinen Platz hätte Landsmann Jannik Sinner eingenommen, der aber nun doch noch um sein Finals-Debüt zittern muss. Berrettini will alles versuchen, um gegen Hubert Hurkacz antreten zu können. Ob sein Fitnesszustand dafür ausreicht, ist immer noch nicht klar.

ATP Finals Logo
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Ansonsten sind die Augen in dieser Gruppe auf den großen Kracher zwischen Daniil Medvedev und Alexander Zverev gerichtet. Der Sieger kann das Halbfinale fixieren, während den Verlierer wohl ein Endspiel in Runde drei erwartet. Nach den Finals geht es im ATP Spielplan 2022 dann wieder mit der Vorbereitung auf die Australian Open in Melbourne los. Auch dort wird sich wieder die Tennis Elite die Klinke in die Hand geben.