Federer Triumph in Melbourne, Wozniacki holt 1. Grand Slam

Die Australian Open bleiben auch 2018 in der Hand von Roger Federer. Der schweizer Ausnahmekönner bezwang den Kroaten Marin Cilic im Finale nach fünf Sätzen und sicherte sich seinen bereits 20. Grand Slam-Titel.

Historischer Erfolg für „FedEx“

Nach einem souveränen ersten Satz sah alles nach einem Spaziergang für Federer aus. Cilic fand aber mit Fortdauer der Partie immer besser ins Spiel und hielt die Begegnung offen. Im entscheidenden fünften Satz aber ließ „FedEx“ nichts anbrennen und machte seinen sechsten Erfolg in Melbourne komplett.

Durch seinen erneuten Triumph kürte sich Federer auch zum Rekordsieger des Turniers, gemeinsam mit Roy Emerson und Novak Djokovic. Mit seinem 20. Major-Titel gelang ihm außerdem ein weiterer Meilenstein. Als erster männlicher Spieler knackt der 36-jährige diese Marke. Öfter waren lediglich Margaret Court (24 Erfolge), Serena Williams (23) und Steffi Graf (22) erfolgreich.

Nächstes Ziel auf der Agenda des Superstars ist der Angriff auf die Nummer eins der Welt, Rafael Nadal. Während der Spanier, der in Melbourne wegen einer Verletzung im Viertelfinale gegen Cilic aufgeben musste, als amtierender French Open-Sieger viele Punkte aus der letztjährigen Sandplatz-Saison zu verteidigen hat, bestritt Federer im Vorjahr kaum Turniere und könnte daher am Mallorquiner vorbeiziehen.

Wozniacki holt ersten Grand Slam ihrer Karriere

Bereits am Samstag feierte die Dänin Caroline Wozniacki ihren ersten Grand Slam-Titel. Durch ihren Erfolg in vier Sätzen löste die 27-jährige außerdem Finalgegnerin Simona Halep aus Rumänien als Nummer eins der WTA-Rangliste ab. Im Doppel der Damen gab es einen Triumph für die Ungarin Timea Babos und Thiem-Freundin Kristina Mladenovic aus Frankreich, die das russische Duo Makarova/Vesnina in zwei Sätzen schlugen.

Im Doppelbewerb der Herren gelang es Oliver Marach mit seinem kroatischen Partner Mate Pavic, als dritter Österreicher nach Thomas Muster und Jürgen Melzer ein Major-Turnier zu gewinnen. Das an Nummer sieben gesetzte Duo bezwang die Kolumbianer Cabal/Farah glatt in zwei Sätzen.