French Open Turniervorschau – Das sind die ATP Favoriten

Traditionell steht Ende Mai das absolute Highlight der Sandplatz-Saison auf dem Programm. Von 26. Mai bis 9. Juni kämpfen die Stars der ATP Tour in Paris um den prestigeträchtigen Titel bei den French Open. Das zweite der vier Grand Slam Turniere des Jahres gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Events der Tenniswelt. Nur absolute Größen des Sports haben es geschafft, bei Roland Garros zu gewinnen. 2019 findet die bereits 118. Auflage des Sandplatz-Klassikers in der französischen Hauptstadt statt.

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Aufgrund des Best of 5-Modus, den oft hohen Temperaturen und dem schnellen Spiel auf der „roten Asche“ gehören die French Open zu den anspruchsvollsten Turnieren im ATP Kalender. Erfolgreichster Akteur ist „Sandplatzkönig“ Rafael Nadal. Der Spanier siegte sage und schreibe elf Mal in Paris und schaffte es so, sich in die ewige Liste der Tennis Rekorde einzutragen. Auch die letzten drei Auflagen gingen an den 32-jährigen. Nur Novak Djokovic gelang es 2016 als bisher letztem Spieler, die Nadal-Dominanz zu brechen.

Dreikampf um den Titel?

Naturgemäß ist Rafael Nadal auch heuer der klare Favorit auf den Titel. Die French Open sind, wenig überraschend, sein Lieblingsturnier, mit unglaublichen elf Erfolgen darf man Roland Garros getrost als sein Wohnzimmer bezeichnen. Mit seinem ersten Saisontitel beim Masters Rom hat „Rafa“ außerdem rechtzeitig vor Beginn seines Jahreshöhepunkts eine ordentliche Portion Selbstvertrauen gesammelt. Alles andere als der zwölfte Paris-Coup wäre sicherlich eine Überraschung.

Zu den härtesten Kontrahenten Nadals gehört Weltranglistenleader Novak Djokovic. Der Serbe, der 2016 in Paris den Karriere-Grand Slam fixieren konnte, präsentierte sich nach einem Durchhänger zuletzt wieder bärenstark, auf den Titelgewinn in Madrid folgte in Rom eine weitere Finalteilnahme, in der ihm sein spanischer Daurrivale allerdings deutlich die Grenzen aufzeigte. Trotzdem brennt der Australian Open-Sieger darauf, die historische Chance auf den Grand Slam zu wahren. Ebenfalls zu den großen Favoriten zählt Dominic Thiem. Der Österreicher gewann das Turnier in Barcelona, außerdem bewies er beim Indian Wells Masters, dass er mittlerweile auch bei den ganz großen Events titelfähig ist (Tennis Wetten hat berichtet).

Nach zwei Semifinalteilnahmen in Folge reichte es für den Niederösterreicher im Vorjahr erstmals zum Finaleinzug, dort unterlag er Nadal aber klar. Heuer scheint Thiem noch einen Tick stärker zu sein. Nach wie vor präsentiert sich Österreichs Nummer eins aber zu unkonstant. Findet er in Paris jedoch über den ganzen Turnierverlauf zu seinem A-Game, wird er Nadal ernsthaft fordern können.

Federer zurück in Paris

Das Comeback des Jahres liefert indes Roger Federer. Erstmals seit 2016 schlägt der 37-jährige Schweizer in der Stadt der Liebe auf, und naturgemäß zählt auch der Routinier zum Favoritenkreis. In seiner ersten Sandplatz-Saison seit drei Jahren präsentierte sich „King Roger“ bislang in guter Form, um die „großen Drei“ ernsthaft zu fordern und seinen zweiten French Open-Titel nach 2009 zu holen muss allerdings eine Leistungssteigerung her. Selbige benötigt auch Alexander Zverev, der bislang auf eine völlig verkorkste Saison zurückblickt. Anders als im Vorjahr, wo er sich auf Sand überragend präsentierte und zu den Mitfavoriten zählte, geht er heuer als Außenseiter ins Turnier. Unterschätzen darf man den 22-jährigen aber auf keinen Fall.

Ebenfalls auf der Rechnung muss man Youngster Stefanos Tsitsipas haben, sowie die beiden Routiniers Kei Nishikori und Juan Martin del Potro, die immer für eine Überraschung gut sind. Als Geheimfavorit geht Fabio Fognini ins Turnier. Der 32-jährige Italiener liefert bislang eine bärenstarke Saison. In Monte Carlo bewies er seine Topform mit dem ersten Masters-Titel seiner Karriere. Zeigt er diese Qualitäten auch in Paris, muss man mit dem Mann aus Sanremo definitiv rechnen.