Schwerhöriger Tennisspieler erlebt Märchen in München

Yannik Hanfmann ist gegen alle Wahrscheinlichkeit Tennisprofi geworden. Der 25-Jährige ist seit seiner Geburt schwerhörig und hat so einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Doch beim Turnier in München erlebte der Deutsche sein privates Märchen abseits vom ATP Kalendern 2017. Die Nummer 273 der Welt trat eigentlich nur in der Qualifikation an und war bereits mehr als froh, diese geschafft zu haben. Aber auch im eigentlichen Turnier durfte Hanfmann gleich zwei Mal jubeln. Durch zwei erstklassige Leistungen erreichte er das Viertelfinale und räumte dabei auch den an Nummer acht gesetzten Brasilianer Thomaz Belluci aus den Weg – Tennis Wetten hat hier berichtet. Jenen auf Sand zu schlagen, heiße wohl schon, dass er gut gespielt habe, erklärte Hanfmann nach der Partie bescheiden.

Entspannter Umgang mit der Behinderung

Mit seiner lebenslangen Behinderung geht der 25-Jährige sehr entspannt um. Er könne inzwischen darüber lachen, erklärte Hanfmann beispielsweise. Beim Tennis falle es ihm meistens nicht negativ auf, dass er schlechter als sein Gegenüber höre. Er müsse nur manchmal Schiedsrichter, die sehr leise sprechen würden, auf seine Beeinträchtigung hinweisen. Hanfmann war vor seiner Rückkehr nach Deutschland vier Jahre in den USA an der University of Southern California, wo er mit einem 90 Prozent Stipendium studieren durfte. Er machte hier seinen Hochschulabschluss. Insgesamt kommt er aus einer sehr sportlichen Familie. Seine Schwester ist Profi-Tänzerin.

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