Hurkacz und Berrettini jubeln auf Rasen

Eine Woche vor dem Auftakt in Wimbledon darf Hubert Hurkacz jubeln. Der Pole sicherte sich in Halle überraschend seinen 4. ATP-Titel. Im Finale bezwang Hurkacz den favorisierten Daniil Medvedev. Auch Matteo Berrettini hatte Grund zum Jubel. Der Italiener verteidigte im Londoner Queen’s Club erfolgreich seinen Vorjahrestitel.

Geheimfavorit in Wimbledon?

Hubert Hurkacz
si.robi, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Mit dem Erfolg in Halle spielte sich Hurkacz auch für das Highlight am „Heiligen Rasen“ in den erweiterten Favoritenkreis. Das Event in Deutschland gilt traditionell als guter Gradmesser für Wimbledon. Dass sich der Pole auf dem Grün wohl fühlt, bewies er schon 2021: damals scheiterte der 25-jährige erst im Halbfinale. Auch heuer reist Hurkacz in Topform nach London. Ein starke Turnierwoche in Halle krönte Polens erster Masters-Sieger überhaupt mit dem Titelgewinn. Dabei galt die Nummer 13 der Welt vor dem Finale nicht unbedingt als Favorit. Im Endspiel stand ihm mit Daniil Medvedev kein geringerer als der Leader des ATP Rankings gegenüber. Der Russe präsentierte sich aber überraschend zahnlos und fand überhaupt nicht in die Partie. Am Ende triumphierte Hurkacz deutlich mit 6:1, 6:4 und holte damit eindrucksvoll seinen ersten Saisontitel. Für Medvedev war es nach ’s-Hertogenbosch die zweite Finalpleite auf der ATP Tour 2022 in Folge.

Berrettini will Revanche

Blendend disponiert präsentierte sich eine Woche vor Wimbledon auch Matteo Berrettini. Der Italiener konnte im Londoner Queen’s Club seinen Titel aus der Vorsaison verteidigen. Im Finale verlangte ihm Filip Krajinovic aber alles ab. In 1:33 Stunden hochklassigem Tennis ging es hin und her, am Ende behielt Berrettini aber in den entscheidenden Momenten die Nerven. Schlussendlich hieß es 7:5, 6:4 aus Sicht des Römers. Bei den Wimbledon Quoten 2022 zählt der Vorjahresfinalist damit erneut zu den ganz großen Favoriten auf den Titel – für Berrettini wäre es der erste überhaupt bei einem Grand Slam Turnier. Nicht mit dabei ist in der englischen Haupstadt Dominic Thiem. Der Österreicher verzichtet und will den Fokus auf die restliche Sandsaison legen.