Murray kündigt Karrieende an

Die ATP Tour 2019 hat kaum begonnen, schon gibt es den ersten Paukenschlag: Großbritanniens Superstar Andy Murray wird spätestens nach seinem Heim-Major in Wimbledon seine Karriere beenden. Das gab der 31-jährige im Vorfeld der Australian Open 2019 bei einer emotionalen Pressekonferenz bekannt.

Monatelange Verletzungsprobleme

Bereits seit Monaten plagen die ehemalige Nummer eins der Welt hartnäckige Hüftschmerzen. Auch eine Operation im Vorjahr brachte nun doch nicht die gewünschte Besserung (Tennis Wetten hat berichtet). Das musste schlussendlich auch ein zerknirschter Murray unter Tränen eingestehen. „Ich habe eine Menge Schmerzen, es ist zu viel“, so der Schotte, der unter diesen Umständen „keinen Spaß mehr am Training oder Wettkampf habe“. Um zumindest ein beschwerdefreies Leben nach der Karriere genießen zu können, überlegt der dreifache Grand Slam-Sieger, einen weiteren Eingriff vornehmen zu lassen. Beim Pressetermin fiel es Murray sichtlich schwer, seine Entscheidung bekanntzugeben. Mehrfach wischte er sich die Tränen aus den Augen, für kurze Zeit verließ er sogar den Raum.

Obwohl Murray bis zu seinem Lieblingsturnier in Wimbledon weiterkämpfen will, könnte er seine erfolgreiche Laufbahn auch bereits nach den Australian Open beenden. Ob er es bis Wimbledon schafft, unter Schmerzen zu spielen, lässt sich Murray offen. Nach seinem Estrunden-Aus gegen Roberto Bautista Agut könnte Melbourne aber schon die letzte Station in der Profikarriere des Glasgowers sein. Schon im Vorfeld galt Murray bei den Australian Open Wetten auf den Gesamtsieg als krasser Außenseiter. Zu schwerwiegend waren die Einschränkungen durch die Hüftschmerzen geworden.

Erfolgreichster Brite der Geschichte

Murray debütierte 2006 in der ATP und avancierte zum erfolgreichsten britischen Tennisspieler aller Zeiten. Jahrelang dominierte er gemeinsam mit Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic die Szene und gewann insgesamt drei Grand Slam-Titel. Sieben weitere Male erreichte er das Finale. 2013 und 2016 konnte er sein Heimturnier in Wimbledon gewinnen.

2012 gewann er auf dem „Heiligen Rasen“ außerdem Olympiagold für Großbritannien – sein vielleicht größter und wichtigster Turniersieg. Diesen Triumph wiederholte er 2016 in Rio de Janeiro. 2015 war er außerdem eine der tragenden Säulen beim Davis Cup-Sieg Großbritanniens.