Nadal-Triumph bei French Open

Er bleibt der unumstrittene König von Paris Rafael Nadal hat sich vergangenen Sonntag zum 13. Mal den Titel bei den French Open gesichert und damit einmal mehr Tennisgeschichte geschrieben. In einem einseitigen Finale setzte sich der Spanier im Duell der Giganten gegen Novak Djokovic mit 6:0, 6:2, 7:5 durch.

Federer-Rekord eingestellt

Rafael Nadal am French Open Center Court Philippe Chartrier
François GOGLINS / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Nachdem im Vorfeld bereits von einer möglichen Wachablöse durch die neue Generation um Dominic Thiem, Alexander Zverev und Co. gesprochen wurde, bewies der mittlerweile 34-jährige in Paris eindrucksvoll seine Sonderstellung auf Sand. Auch der in dieser Saison sportlich noch ungeschlagene Djokovic konnte dem „Sandplatzkönig“ erst im dritten Satz zusetzen. Ansonsten verlief die Partie völlig einseitig.

Nadal hat mit seinem 20. Grand Slam-Erfolg endgültig auf dem Tennis-Thron Platz genommen. Bisher war es nur Roger Federer gelungen, diese Anzahl an Major-Triumphen zu erreichen (siehe unsere Tennis Rekorde). Außerdem bedeuten die 13 Siege bei einem einzigen Major Event ebenfalls Bestmarke – eine, die wohl für die Ewigkeit bestimmt ist. Insgesamt lautet die unglaubliche Match-Statistik des Mallorquiners in Roland Garros 100:2. Seit seinem ersten Antreten konnten lediglich Robin Söderling 2009 im Achtelfinale und Djokovic selbst 2015 im Viertelfinale Nadal in dessen „Wohnzimmer“ bezwingen.

Im Finale am Sonntag hingegen hatte die serbische Nummer eins keine Chance – und musste dies danach neidlos anerkennen. „Ich habe nicht viel zu sagen, außer dass ich von Rafa völlig übertrumpft wurde, vom besseren Spieler auf dem Platz. Ich meine, er hat überhaupt keinen Fehler gemacht und jeden Ball zurückbekommen. Einfach taktisch großartig gespielt“, so Djokovic, der danach zusammenfasste: „Er ist phänomenal, er hat ein perfektes Match gespielt“. „Nole“ muss damit auf seinen zweiten French Open-Erfolg warten. In der ewigen Rangliste liegt er mit 17 Major-Erfolgen weiter auf Rang drei.

Spannung bei Erste Bank Open

Dominic Thiem Rückhand
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

Anders als für Nadal, der die Saison vorzeitig beenden könnte, geht es für Djokovic im ATP Spielplan in Wien bei den Erste Bank Open weiter, wo heuer gleich sieben Akteure aus den Top Ten antreten. Im wohl stärksten Teilnehmerfeld der Turniergeschichte ist Spannung garantiert. Neben dem „Djoker“ sind Vorjahressieger Dominic Thiem, Stefanos Tsitsipas, Daniil Medvedev und Diego Schwartzman die großen Favoriten auf den Turniersieg. Zusätzliche Spannung kommt auch noch durch die Qualifikation für die ATP Finals 2020 in London ins Spiel. Während die Top Gruppe um Djokovic, Thiem, Tsitsipas und Co schon fix qualifiziert ist, geht es für Diego Schwartzman noch darum, die erste Finals Teilnahme zu fixieren. Der Argentinier ist aktuell noch auf dem „Hot Seat“ und könnte noch von Matteo Berrettini abgefangen werden.