Quo vadis, Novak Djokovic?

Die Rückkehr von Novak Djokovic an die Spitze der Tenniswelt ist bisher eine beschwerliche. Nach überstandener Ellbogenverletzung gibt der Serbe nun Rätsel auf. Sowohl Andre Agassi als auch Radek Stepanek sind nicht mehr Teil des Betreuerteams von „Nole“. Wie es mit dem 30-jährigen weitergeht scheint derzeit ungewiss.

Ungewissheit über Trainerfrage

Im Jahr 2018 bestritt der „Djoker“ lediglich sechs Partien, dreimal ging er dabei als Verlierer vom Platz. Zwei Monate vor den French Open 2018 stagniert die Formkurve des zwölffachen Grand Slam-Siegers, obwohl der Serbe bei den French Open Quoten immer noch als Mitfavorit auf den Sieg gilt. Seine langwierige Ellbogenverletzung hat Djokovic weit zurückgeworfen. Den Weg zurück in die Weltelite bestreitet der Serbe nun überraschend ohne seine ehemaligen Coaches Agassi und Stepanek, die ihre Stühle räumen mussten. Wen sich Djokovic nun an seine Seite holt ist derzeit noch ungewiss, Gerüchten zufolge steht eine Rückkehr von Marian Vajda kurz bevor.

Der Serbe war von 2006 bis Mai 2017 ein fester Bestandteil des Betreuerstabs seines Landsmanns und feierte mit ihm unzählige Erfolge. Seit seinem Abgang findet Djokovic nicht mehr in die Spur, lediglich ein Turniersieg steht zu Buche. Derzeit befindet sich der ehemalige French Open-Sieger auf die Sandplatzsaison vor, wie er auf Instagram postete. Laut der serbischen Website ‚www.b92.net‘ findet das Trainingslager in Marbella unter der Leitung von Vajda statt, der Djokovic zurück zu altem Glanz führen soll.

Kritik von Zofka an Djokovic

Nicht nur seine Leistungen am Tenniscourt machen derzeit Sorgen. Kritiker sagen „Nole“ außerdem nach, seinen Kampfgeist eingebüßt zu haben und lustlos zu agieren. Der tschechische Tennistrainer Zdenek Zofka hält es sogar für möglich, dass den Serben private Probleme begleiten: „Ich weiß nicht was es ist, vielleicht fehlende Motivation oder eine private Angelegenheit.“ Von der derzeitigen Performance der ehemaligen Nummer eins zeigt er sich jedenfalls wenig angetan. „Es ist ein totaler Schock. Ich kann mich nicht erinnern, dass es in der Geschichte des ATP-Rankings einen derart heftigen Einbruch gegeben hat wie bei Djokovic“, kritisierte der Tscheche.