Erneut Aus in Runde eins für Dominic Thiem in Wimbledon

Für Österreichs Teilnehmer sind die Wimbledon Championships 2019 vorbei, bevor sie richtig angefangen haben. Sowohl Topstar Dominic Thiem, als auch Dennis Novak mussten bereits in Runde eins die Segel streichen. Die Enttäuschung war besonders bei der Nummer fünf der Weltrangliste groß, wenngleich Thiem bei den Wimbledon Wettquoten zu keinem Zeitpunkt als ernstzunehmender Titelanwärter gehandelt wurde.

Enttäuschung für Thiem 

Bereits vor dem Auftaktmatch auf dem „Heiligen Rasen“ war klar, dass Thiem mit Sam Querrey ein schwieriges Los erwischt hat. In einem ausgeglichenen ersten Satz setzte sich der Niederösterreicher dennoch durch, der ebenso knappe zweite ging an den US-Amerikaner. Danach verlor der French Open-Finalist zunehmend den Faden, mit 3:6, 0:6 aus Sicht des Lichtenwörthers war die restliche Partie letztlich eine klare Angelegenheit.

Für Thiem ist es nach dem Vorjahres-Aus in Runde zwei erneut ein frühes Scheitern beim prestigträchtigsten der vier Grand Slam Turniere im ATP Zirkus. Nach der Pleite zeigte sich der Österreicher enttäuscht, aber auch selbstkritisch. „Ich sehe keine großartige Entwicklung in meinem Spiel auf Rasen“, gab der 25-jährige im Anschluss offen zu. Als Hauptgrund dafür sieht Thiem die mangelnde Spielpraxis – tatsächlich absolvierte der ehemalige Stuttgart-Sieger in den vergangenen beiden Saisonen ganze vier Partien auf Rasen, wovon er nur eines für sich entscheiden konnte. Der ATP Kalender erlaube zudem aufgrund der zeitlichen Nähe zwischen Roland Garros und Wimbledon keine bessere Vorbereitung, wie Thiem in der Pressekonferenz danach konsterniert feststellen musste:

Heuer verzichtete das ÖTV-Ass auf ein Vorbereitungsturnier für Wimbledon, urlaubte nach der strapaziösen Sandplatz-Saison lieber auf Mykonos. Tipps erhielt Thiem nach der Niederlage von seinem Bezwinger Querrey, der als ausgewiesener Rasen-Spezialist gilt. „Dominic spielt nicht grundsätzlich schlecht auf Rasen, hat einen super Aufschlag. Aber seine Vorbereitung hätte besser sein können“, so der Routinier. 

Novak ebenfalls raus 

Auch für Thiem-Freund Dennis Novak war Wimbledon ein kurzes Intermezzo. Nach gutem Beginn musste er sich in vier Sätzen dem Ungarn Martin Fucsovics geschlagen geben. Die knappe Niederlage ärgerte den 25-jährigen, der über weiter Strecke eine gute Vorstellung bot. „Ich bin natürlich enttäuscht, weil auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre“, so Novak, der besonders die Schwäche im Service als ausschlaggebend für die Niederlage bezeichnete.