Thiem und Zverev mit hohen Erwartungen 2021

Später als gewohnt geht es für die Topstars der ATP Tour ab Montag beim ATP Cup die Saison los. Besonderer Fokus liegt aus deutschsprachiger Sicht auf den beiden Assen Dominic Thiem und Alexander Zverev. Der ATP Cup 2021, heuer aufgrund er Corona-Pandemie mit nur zwölf statt 24 Nationen, ist die Generalprobe für die Australian Open, wo vor allem die österreichische Nummer eins auf den Titel brennt.

Thiem in Topform nach Australien?

Thiem Australian Open 2020
Melbourne, Australia – 21 January 2020 – Dominic Thiem serving during his round one match. (Photo by Rob Keating)

Nach der knappen Finalniederlage im Vorjahr gegen Novak Djokovic sinnt Dominic Thiem heuer auf Revanche. Der Niederösterreicher blickt auf eine gelungene Vorbereitung und auf eine sehr erfolgreiche Saison 2020 zurück. Erstmals seit Jahren blieb der 27-jährige über den Jahreswechsel in Österreich, zeigte sich aber mit den Bedingungen zufrieden. Beim ATP Cup warten auf das ÖTV-Team mit Italien und Frankreich zwei ordentliche Gradmesser. Thiem trifft in den beiden Einzeln auf Matteo Berrettini und Gael Monfils. Das Duell gegen den Franzosen ist dabei durchaus brisant. Der 34-jährige wird nämlich, wie vor kurzem bekannt wurde, seit einiger Zeit von Günter Bresnik betreut. Mit seinem Ex-Trainer führt Österreichs Nummer eins nach wie vor ein Gerichtsverfahren. Zum direkten Aufeinandertreffen kommt es aber nicht, da der Wiener wird nicht nach Melbourne reisen.

Der ATP Cup wird für Thiem auch gleich die Richtung für die Australian Open vorgeben. Thiem geht das erste der Grand Slam Turniere 2021 mit dem Vorteil an, bereits einen Major Titel gewonnen zu haben. Die Erfahrung von seinem US Open Sieg 2020 könnte ihm beim Klassiker Down Under einen Vorteil verschaffen, den die anderen Spieler außerhalb der Big Three nicht haben. Dementsprechend hoch werden die Gewinnchancen von Österreichs Nummer 1 auch bei den Australian Open Wettquoten der Buchmacher eingeschätzt.

Zverev mit guten Karten

Zverev US OpenEin großes Jahr kommt auch auf Alexander Zverev zu. Der 23-jährige hat einen Reifeprozess hinter sich und kündigte kürzlich an, für den deutschen Tennisnachwuchs eine Vorbildfunktion einnehmen zu wollen. Sportlich gesehen will der Wahl-Monegasse an ein starkes Vorjahr anknüpfen und seinen ersten Grand Slam-Titel einfahren. Die denkbar knappe Finalpleite bei den US Open vergangene Saison ist dabei allgegenwärtig. Zverev denke schließlich immer noch „jeden Tag beim Training, bei dem was ich mache“, an die Niederlage gegen Dominic Thiem. In Melbourne scheiterte der Hamburger letztes Jahr erst im Halbfinale, ebenfalls an seinem österreichischen Dauerrivalen. Beim ATP Cup wartet bereits der ultimative Härtetest im Hinblick auf den ersten Grand Slam des Jahres. Nach dem Kanadier Denis Shapovalov wartet nämlich direkt Australien-Rekordsieger Novak Djokovic.