Tsonga-Karriereende in Paris

Emotionaler Abschied bei den French Open 2022! Mit Jo-Wilfried Tsonga verlässt der erfolgreichste französische Spieler des letzten Jahrzehnts die Tennisbühne. Der 37-jährige verabschiedete sich mit einer Niederlage gegen Casper Ruud. Für negative Schlagzeilen sorgte indes Andrey Rublev mit einem Ausraster.

Djokovic will Zeichen setzen

jo wilfried tsonga
si.robi, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Bereits am 6. April hatte Tsonga via Twitter verkündet, nach Paris einen Schlussstrich unter seine Tennislaufbahn zu ziehen. Gegen Geheimfavorit Casper Ruud packte der Routinier dann nochmal seine ganze Klasse aus. Im ersten Satz zwang Tsonga seinen 15 Jahre jüngeren Kontrahenten ins Tiebreak und behielt dort mit 8:6 die Oberhand. Auch das zweite Set war ausgeglichen, diesmal behielt der Norweger in der Entscheidung die Nerven (4:7). Im dritten Satz musste Tsonga dann Federn lassen. Er bekam körperliche Probleme und spielte phasenweise sogar mit dem rechten Arm. Nach dem 2:6 schien der letzte Satz ein Durchmarsch für Ruud zu werden, doch der Lokalmatador steckte nicht auf. Mit einem grandiosen Fight kam Tsonga nochmal zurück und kämpfte sich wieder ins Tiebreak. Dort unterlag er aber dann deutlich mit 0:7. Sein letzter Auftritt auf der ATP Tour wird aber mit Sicherheit lange Erinnerung bleiben.

Beim letzten Service hatte Tsonga Tränen in den Augen und wurde danach von den französischen Fans frenetisch gefeiert. Insgesamt konnte „Ali“ 18 ATP Turniere für sich entscheiden. Seine größten Titel waren die Masterserfolge in Toronto 2008 sowie 2014. Dazu gewann er 2012 Olympia-Silber im Doppel und 2017 mit Frankreich den Davis Cup. Für einen Grand Slam Titel reichte es nicht ganz: das höchste der Gefühle war der Finaleinzug bei den Australian Open 2008.

Rublev verliert die Nerven

Für Schlagzeilen der negativen Sorte sorgte indes Andrey Rublev. Dem Russen brannten im Erstrundenmatch gegen Soonwoo Kwon völlig die Sicherungen durch. Nach dem Verlust des ersten Satz drosch der 24-jährige mit voller Wucht den Ball gegen seine Bank. Dieser prallte ab und verpasste nur knapp einen Helfer. Im Anschluss feuerte er auch seine Wasserflasche auf den Boden. Rublev kam mit einer Verwarnung davon und entschuldigte sich auf der anschließenden Pressekonferenz. Bei den French Open Quoten 2022 zählt der Russe zu den Mitfavoriten,