Djokovic-Rekordjagd geht weiter

Es ist vollbracht: Novak Djokovic hat mit seinem sechsten Wimbledon-Triumph den ewigen Grand Slam-Rekord von Roger Federer und Rafael Nadal eingeholt und hält nun ebenfalls bei 20 Erfolgen. Auf der unglaublichen Rekordjagd soll das aber nur ein Zwischenschritt sein. Der 34-jährige greift heuer nach einem historischen Erfolg.

Historischer „Golden Slam“?

Nach dem Viersatz-Finalsieg gegen Matteo Berrettini ist Djokovic auf dem Weg in den endgültigen Tennis-Olymp. Als erster Spieler seit 52 Jahren gelang es ihm, die ersten drei Major-Events des Jahres für sich zu entscheiden. Gelingt ihm dieser Coup auch bei den US Open und den Olympischen Spielen in Tokio könnte er zum ersten Herren avancieren, der den „Golden Slam“ gewinnt.

Bisher war dies nur Steffi Graf im Jahr 1988 gelungen. Ob der Serbe diesen historischen Coup überhaupt anstrebt steht derzeit allerdings noch in den Sternen. Da die Corona-Auflagen bei Olympia sehr streng sein werden, ließ der Belgrader sein Antreten noch offen. Eine Goldmedaille fehlt ihm noch. 2008 in Peking gewann der „Djoker“ im Einzel nämlich nur Bronze. Für Coach Goran Ivanisevic ist klar: „Wenn einer den Golden Slam gewinnen kann, dann er.“

🎾 zum ATP Spielplan 2021 🎾

Ist Djokovic der GOAT?

Novak Djokovic Wimbledon Grand SlamAuch die Frage nach dem besten Spieler aller Zeiten wird nach dem Rekordtriumph Djokovics wieder einmal neu aufgerollt. „Nole“ selbst sieht das Thema gelassen. „Ob ich der beste Spieler aller Zeiten bin, überlasse ich anderen“, so der 34-Jährige. „Es ist sehr schwer, die verschiedenen Epochen des Tennis zu vergleichen. Aber ich fühle mich geehrt, dass ich Teil dieser Diskussion bin.“ Die Ära des Profitennis begann im Jahr 1968 mit der Zulassung professioneller Spieler zu den Grand-Slam-Turnieren. Zuvor war dies nur Amateurspielern gestattet.

Gelingt es Djokovic tatsächlich, den Golden Slam einzufahren, würde die ewige Debatte aber möglicherweise zu seinen Gunsten entschieden sein. Die meisten Grand Slam und Masters-Titel hat er ohnehin schon, auch die meisten Wochen als Nummer eins der Welt gehören dem Serben – ein Ende seiner Rekordjagd ist noch nicht in Sicht. Bei den US Open Wettquoten steht der Djokovic schon wieder ganz oben in der Favoritenliste.