Djokovic zittert sich ins Halbfinale

Novak Djokovic steht im Halbfinale von Wimbledon 2022! Der serbische Routinier drehte gegen Jannik Sinner einen 0:2-Satzrückstand und erreichte damit zum zehnten Mal die Vorschlussrunde beim Rasenklassiker. Für den Sieg musste der „Djoker“ aber überraschend hart kämpfen.

Starkes Comeback nach Sinner-Blitzstart

Novak Djokovic Wimbledon Grand Slam

Dabei hatte es lange nach einer Sensation ausgesehen. Sinner fand von Anfang an gut ins Match und forderte Djokovic, der anfangs nicht sein bestens Tennis auspacken konnte. Im umkämpften ersten Set setzte sich der Italiener schließlich mit 7:5 durch. Überraschend deutlich wurde es dann im zweiten Satz. Der Titelverteidiger war phasenweise von der Rolle, Sinner agierte hingegen bärenstark. mit dem klaren 6:2 machte der Youngster einen großen Schritt in Richtung erstes Grand Slam-Semifinale. Djokovic wäre aber nicht Djokovic, wenn er nicht auch in solchen Situationen eine Antwort parat hätte. Im dritten Durchgang präsentierte sich der 35-jährige wie ausgewechselt und ließ seinem Gegenüber von da an kaum mehr eine Chance. Mit 6:3, 6:2 und 6:2 zog der Wimbledon 2022 Quoten Favorit schließlich doch noch ins Halbfinale ein.

Dort wartet mit Cameron Norrie der letzte verbliebene Lokalmatador. Er konnte David Goffin in einem Fünfsatz-Krimi in die Schranken weisen. Um das zweite Halbfinale kämpfen heute Rafa Nadal gegen Taylor Fritz und Nick Kyrgios gegen Cristian Garin.

Premiere bei den Damen?

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si.robi, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons

Beim dritten Grand Slam der  WTA Tour 2022 könnte es indes eine Debütsiegerin geben. Von den verbliebenen Spielerinnen konnte bislang nur Simona Halep einen Major Titel gewinnen. Gute Karten hat Ons Jabeur, die nach dem überraschend frühen Aus von Topfavoritin Iga Swiatek bei den Buchmachern am höchsten gehandelt wird. Auch die deutschen Fans dürfen träumen: Tatjana Maria konnte sich im Duell mit Jule Niemeier durchsetzten und steht sensationell im Halbfinale. Schlägt sie dort auch Jabeur, ist der erste GS-Titel für die Bundesrepublik seit vier Jahren in Reichweite.