Tennis-Legende Venus Williams wird 40

Mit Venus Williams feiert heute eine echte Ikone der WTA Tour ihren 40. Geburtstag. Die US-Amerikanerin, die gemeinsam mit Schwester Serena das erfolgreichste Tennis-Geschwisterpaar der Welt bildet, gehört seit ihrem Debüt in den 1990ern zu den Größen der Szene und den erfolgreichsten Spielerinnen der Geschichte (mer dazu in unserer Rubrik Tennis Rekorde Damen).

Erfolgreicher „Sister Act“

Venus Williams
Edwin Martinez from The Bronx / CC BY

Den Beginn der Erfolgsstory markierte laut Vater Richard ein Erlebnis kurz vor der Geburt seiner ältesten Tochter 1980. Damals sah er im Fernsehen den Preisgeldscheck eines Tennisturniers. „40.000 Dollar für einen Turniersieg? Da wusste ich, ich bin im falschen Business“, so Williams Senior, der prompt den Entschluss fasste, Venus zur Tennisspielerin auszubilden. 1994 stand Williams im zarten Alter von 14 erstmals auf dem Proficourt. Damals ahnten wohl die wenigsten, dass es sich um den Beginn einer Weltkarriere handelte.

Papa Richard wusste zu diesem Zeitpunkt bereits um das Talent seiner Tochter. „Sie will Wimbledon gewinnen, sie wird ein Champion sein“, so die Ansage Richards, als Venus zwölf Jahre alt war. Er sollte Recht behalten. Williams gewann das prestigeträchtigste Grand Slam-Turnier insgesamt fünf Mal. Legendär war dabei das Endspiel gegen Lindsay Davenport 2005.

Besonders mit ihrer introvertierten, ruhigen Art gewann Williams viele Fans. Diese unterscheidet sie grundlegend von Schwester Serena, die ein Jahr jünger ist. Der „Sister Act“ gehört zu den größten Rivalitäten, aber auch Erfolgsgeschichten der Tennis Geschichte. Gemeinsam gewann das Gespann 14 Grand Slam-Titel im Doppel. 2010 standen die Williams Schwestern an der Spitze der Doppel-Weltrangliste und holten drei gemeinsame olympische Goldmedaillen. Im direkten Duell liegt Serena mit 18:12-Siegen, sowie 23:7 Major-Erfolgen jedoch deutlich voran.

Meinungsführerin und Ikone

Für Aufsehen sorgte Williams auch abseits des Platzes. 2006 veröffentlichte sie vor dem Grand Slam-Turnier in Wimbledon einen Aufsatz in der prestigeträchtigen Londoner „Times“, in welchem sie dasselbe Preisgeld für Männer und Frauen forderte. Ihr Bestreben war ein Jahr später erfolgreich, als sich die Veranstalter dem öffentlichen Druck beugten und die damals amtierende Turniersiegerin gleich entlohnten wie ihren männlichen Konterpart.