Thiem Verletzung: Glück im Unglück

Österreichs Nummer eins Dominic Thiem kann zumindest teilweise aufatmen. Der 28-jährige muss sich keiner Operation an seinem verletzten Handgelenk unterziehen. Das gab er nach einer Untersuchung am Montagabend bekannt.

Keine OP nach Pleitensaison

Via Twitter wandte sich der US Open-Sieger des Vorjahres an seine Fans. „Wir ihr alle gewusst habt, stand heute ein wichtiger Tag für mich an. Ich war in Belgien, dort fiel die Entscheidung, ob mein Handgelenk operiert werden muss oder nicht. Zum Glück habe ich sehr erfreuliche Nachrichten. Ich benötige keine Operation“, verkündete der Lichtenwörther die frohe Botschaft. Seine angeschlagene rechte Hand sehe stabil und gut aus und in den nächsten Woche liege der Fokus weiter auf dem Reha-Training.

Wann Thiem auf die Tour zurückkehren wird, ist noch ungewiss. Eine Rückkehr noch im ATP Spielplan 2021 ist aber praktisch ausgeschlossen. Ein möglicher Termin, den der Niederösterreicher anpeilt, könnten die Australian Open im Jänner sein. Kann Österreichs zweiter Major-Sieger nach Thomas Muster wie derzeit angenommen im November mit dem normalen Training starten, könnte der erste Grand Slam des neuen Jahres mit dem Topstar über die Bühne gehen.

Bereits seit Juni außer Gefecht

Dominic Thiem Rückhand
Wikimedia, si.robi (CC BY-SA 2.0)

Bereits im Juni zog sich Thiem bei einem Wimbledon-Vorbereitungsturnier auf Mallorca einen Einriss der Sehnenscheide und der dazugehörigen Gelenkkapsel zu und hat seitdem kein Match bestritten. Im Laufe des Heilungsprozesses kam es zu Komplikationen, was zur Trennung von seinem langjährigen Physiotherapeuten führte (Tennis Wetten hat berichtet). Für Thiem der negative Höhepunkt einer verkorksten Saison. In insgesamt nur 18 bestrittenen Partien ist die Bilanz ausgeglichen, einen Titelgewinn konnte der viermalige Grand Slam-Finalist heuer nicht verzeichnen. Größte Erfolge bleiben das Achtelfinale bei den Australian Open und das Halbfinale beim Masters-1000-Turnier in Madrid – eine mehr als ernüchternde Bilanz.

Davis Cup auch ohne Thiem

Auch für das österreichische Davis Cup-Team ist das Aus des Topspielers bitter, im November muss die Gruppenphase gegen Serbien und Deutschland in Innsbruck ohne die jahrelange Nummer eins über die Bühne gehen. „Das ist schon eine harte Nachricht“, zeigte sich ÖTV-Kapitän Stefan Koubek enttäuscht. Du möchtest auf den Davis Cup wetten? Wir haben die entsprechenden Quoten sämtlicher Bookies im Vergleich.