Zverev Triumph bei den Mutua Masters in Madrid

Der deutsche Youngster Alex Zverev hat das Masters1000-Turnier in Madrid für sich entschieden und damit eine Woche nach seinem Heimerfolg in München seinen zweiten Saison-Titel gewonnen. In einem einseitigen Finale bezwang der 21-jährige den Österreicher Dominic Thiem mit 6:4 6:4.

Klare Sache im Finale

Zverev, der zum dritten Mal ein Masters1000 gewinnen konnte, präsentierte sich die gesamte Woche in der spanischen Hauptstadt bärenstark und setzte sich schlussendlich ohne Satzverlust durch. Eine Leistung, die den 21-jährigen selbst beeindruckte: „Das war eine meiner besten Wochen. Ich freue mich riesig, dass ich mein drittes Masters gewinnen konnte“, so die Nummer drei der Welt.

In der Stunde des Triumphs fand der gebürtige Hamburger aber auch lobende und aufmunternde Worte für seinen unterlegenen Konkurrenten: „Es war auch für Dominic ein unglaubliches Turnier, er hat gegen Rafa in Spanien gewonnen. In Zukunft wird er sicher einige dieser Turniere gewinnen.“

Bereits kommende Woche gibt es für Zverev beim Masters Klassiker in Rom die nächste Chance. Im Vorjahr war der Deutsche siegreich, hat also somit den Titel und 1000 Punkte in der ATP Einzelwertung zu verteidigen. Der beeindruckende Madrid Triumph Zverevs dürfte sich wohl auch bei den French Open Quoten für das Grand Slam Turnier in Paris Ende Mai niederschlagen. Kann Zverev seine Form auf Sand bestätigen, dann ist er auch bei Roland Garros eine heiße Aktie. Dort gibt es natürlich, wie üblich bei einem Tennis Grand Slam, gleich 2000 Punkte für die ATP Wertung zu holen. Einer der vier großen Titel auf der ATP Tour blieb Zverev bislang jedoch noch verwehrt.

Thiem immer besser in Schuss

die Finalniederlage mag zwar nach Siegen gegen Nadal und Anderson bitter gewirkt haben, tatsächlich darf aber auch Dominic Thiem auf eine gelungene Turnierwoche zurückblicken. Nachdem er im Viertelfinale sensationell die Rekord-Siegesserie von Rafael Nadal beendet hatte, gelang es ihm im Endspiel nicht, sein A-Game auszupacken. Der 24-jährige zeigte sich als gewohnt fairer Verlierer und gratulierte seinem Gegenüber. „Du hast ein tolles Turnier gespielt und dir den Sieg wirklich verdient“, so Thiem. Im ATP-Ranking hat die Niederlage Folgen. Der Niederösterreicher rutscht hinter seinen Halbfinalgegner Kevin Anderson auf Platz acht zurück. Im Dominic Thiem Turnierplan 2018 steht nun das Masters1000 in Rom an.

Zwei Wochen vor Roland Garros 2018, wo Thiem die letzten beiden Jahre jeweils das Semifinale erreichte, scheint der 24-jährige aber auf dem richtigen Weg, nach schleppendem Saisonstart seine Topform zu erreichen. Vor allem die Tatsache, dass Thiem als erster  aktiver Spieler der ATP Tour 3 Siege auf Sand gegen Rafa Nadal verbuchen konnte, dürfte dem Österreicher Auftrieb verleihen.

Bei den Rom Open Quoten sieht man Thiem jedenfalls wieder im Bereich der Titelfavoriten. Letztes Jahr war erst im Halbfinale gegen Novak Djokovic Endstation. Thiem hat also auch in Rom Punkte zu verteidigen.