Alcaraz und Jabeur siegen in Madrid

Carlos Alcaraz bleibt der Shootingstar der ATP Tour 2022! Der 18-jährige Spanier feiert in Madrid bereits seinen vierten Titel in der laufenden Saison. Auch Ons Jabeur durfte in der spanischen Hauptstadt. Als erste Tunesierin sicherte sich die 27-jährige einen WTA1000-Erfolg.

Der neue Sandplatzkönig?

Carlos Alcaraz French Open 2021
Yannick JAMOT, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons

Alcaraz lieferte in seiner Heimat wohl das stärkste Turnier seiner bisherigen Karriere. Bereits im Viertelfinale sorgte das Supertalent für Aufsehen. Im Generationenduell mit Rafael Nadal lieferte Alcaraz eine bärenstarke Leistung ab. Im Halbfinale folgte dann der nächste Topstar auf der Abschussliste. Auch Novak Djokovic hatte dem Teenager nur wenig entgegenzusetzen. Im Endspiel wartete dann Alexander Zverev, Alcaraz gab sich gegen den Deutschen keine Blöße und machte mit 6:3, 6:1 kurzen Prozess. Nach Rio de Janeiro, Miami und Barcelona ist es bereits der vierte Titelgewinn im ATP Kalender 2022 für Alcaraz.

In Rom verzichtet der Spanier auf ein Antreten. Bei den French Open zählt die Nummer sechs der Welt aber nun zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel. In Madrid wurde deutlich: der jahrelange Sandplatz-Dominator Nadal könnte seinen legitimen Nachfolger gefunden haben. Bei einem Grand Slam Event kam Alcaraz bislang aber noch nicht über das Viertelfinale hinaus.

Jabeur schreibt Geschichte

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Peter Menzel, CC BY-SA 2.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0>, via Wikimedia Commons

Für einen historischen Erfolg sorgte Ons Jabeur im Dameneinzel. Die 27-jährige holte als erste Tunesierin den Titel bei einem 1000er Turnier der WTA Tour. Damit ist Jabeur auch die erste Spielerin aus dem arabischen Raum, die einen Erfolg in dieser Kategorie verbuchen konnte. In einem verrückten Finale bezwang die Tunesierin Jessica Peluga. Ein ausgeglichener erster Satz endete mit 7:5 für die spätere Siegerin. Danach verlor Jabeur aber völlig den Faden und ging im zweiten Set mit 0:6 unter. Das gleiche Schicksal erlitt im Entscheidungssatz dann aber wiederum Peluga. Mit dem 6:2 machte Jabeur schließlich den Sack zu. Beim WTA Masters Rom 2022 zählt sie erneut zu den heißesten Titelfavoritinnen.