Becker zu Haftstrafe verurteilt

Ganz bittere Nachrichten für Boris Becker! Die deutsche Tennislegende wurde von einem Londoner Gericht im Rahmen seines Insolvenzverfahrens schuldig gesprochen. Der ehemalige Star der ATP Tour muss damit eine zweieinhalbjährige Haftstrafe absitzen.

Tiefpunkt für Ex-Star

Trainer Boris Becker
Wikimedia, Lesekreis (CC0)

Becker war vorgeworfen worden, im Rahmen seines Insolvenzverfahrens beträchtliche Vermögensanteile nicht preisgegeben zu haben. Obwohl „Bobbele“ stets seine Unschuld beteuerte, folgte nun der Schuldspruch. Für den 54-jährigen ein absoluter Tiefpunkt. Nach der erfolgreichen Karriere war Becker immer wieder mit Skandalen aufgefallen. Seine sportlichen Erfolge, wie das legendäre Grand Slam Finale gegen Kevin Curren, gerieten schnell in Vergessenheit. Noch hat Becker die Möglichkeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Die Chancen auf Erfolg sollen aber eher gering sein. Ein Lichtblick: bei guter Führung könnte der sechsfache Grand Slam Sieger bereits nach der Hälfte der Zeit entlassen werden.

Schockiert zeigte sich sein ehemaliger Schützling Novak Djokovic. Der Serbe wurde 2013 bis 2016 von Becker trainiert und erlebte unter ihm mit seine erfolgreichste Zeit. Vor den Madrid Open, wo der „Djoker“ zu den Mitfavoriten gehört, gab es ein emotionales Statement des 34-jährigen. Auch der Deutsche Tennis Bund stellte sich auf die Seite Beckers und kündigte Unterstützung an.

Ärger auch für Nadal

Nadal US Open 2016Auch Rafael Nadal sieht sich derzeit mit ungemütlicher Kritik konfrontiert. Der Spanier hatte sich zuletzt negativ über das Startverbot für russische und belarussische Athletinnen in Wimbledon geäußert. Ein ukrainische Ex-Profi reagierte nun mit Unverständnis. Nachdem Nadal die Entscheidung als „unfair“ bezeichnet hatte, platzte Sergey Stakhovsky der Kragen. „Ist es fair, dass ukrainische Kinder nicht mehr Tennis spielen dürfen? Wie fair ist es, dass Ukrainer sterben?“, fragte Stakhovsky via Twitter. Er selbst hatte sich vergangene Woche als Reservist in der ukrainischen Armee gemeldet. Nadal steht mit seiner Kritik allerdings nicht alleine dar. Auch Djokovic und andere Stars der ATP und WTA Tour hatten sich auf die Seite der betroffenen Spielerinnen gestellt.