Kitz-Enttäuschung für Thiem & Co

Für Österreichs Tennisstars ist das Heimturnier in Kitzbühel nicht nach Wunsch verlaufen. Während Vorjahres-Halbfinalist Sebastian Ofner bereits in Runde eins die Segel streichen mussten, kamen Dominic Thiem und Dennis Novak nicht über das Achtelfinale hinaus. Besonders für French Open-Finalist Thiem bedeutet das frühe Aus eine herbe Enttäuschung.

Viertelfinale ohne österreichische Beteiligung

Eine Woche nach dem enttäuschenden Turnier in Hamburg, wo der Lichtenwörther ein Ausscheiden im Viertelfinale verkraften musste, war beim Heimspiel sogar bereits eine Runde früher Endstation. Nach einem Freilos in der ersten Runde unterlag Mitfavorit Thiem völlig überraschend dem slowakischen Qualifikanten Martin Klizan 1:6, 6:1, 5:7. Damit wartet der 24-jährige weiter auf seinen ersten Titel in Österreich. Nach dem Match sprach Thiem von einer „Riesenenttäuschung“. Das Ausscheiden sei für ihn „natürlich ein Wahnsinn“.

Trotz der Pleite zeigte sich „Domi“ mit seiner Leistung nicht unzufrieden, verwies aber auf seine Schwäche, zu Turnierbeginn bereits auf seinem Toplevel zu agieren. „Das ist mir heuer schon ein paar Mal passiert, dass ich speziell am Anfang einfach zu unkonstant bin“, bilanzierte Thiem. Die erste Chance auf Wiedergutmachung gibt es beim anstehenden Masters Turnier in Toronto.

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Auch für die restlichen ÖTV-Asse lief das Heimturnier in Kitzbühel alles andere als nach Wunsch. Sebastian Ofner, der sich im 2017 durch seinen sensationellen Semifinal-Einzug ins Rampenlicht gespielt hatte, unterlag in Runde eins ebenfalls Klizan. Der Steirer konnte zu keinem Zeitpunkt an seine Vorjahresleistung anknüpfen und verlor glatt in zwei Sätzen. Auch Dennis Novak fand im Achtelfinale gegen Dusan Lajovic kein Rezept und scheiterte mit 2:6, 4:6 deutlich am Serben.

Zverev vs. Zverev in Washington

Während es für die Österreicher in Kitzbühel nicht rund lief, kommt es beim Hartplatz-Turnier in Washington zu einem brisanten Bruderduell. Im Achtelfinale treffen Alexander und Mischa Zverev aufeinander, es ist ihr erstes Match im Profibereich. Der acht Jahre jüngere „Sascha“ geht als Favorit ins Spiel und freut sich auf das Duell. „Das wird spannend, wir wollen beide gewinnen. Früher haben wir am Hinterhof immer das Wimbledon-Finale nachgespielt, da hat er mich immer geschlagen. Hoffentlich wird es dieses Mal anders“, so der 21-jährige mit einem Augenzwinkern.

Sascha Zverev gilt als das heißeste deutsche Eisen für das letzte der vier Grand Slam Turniere bei den US Open 2018. Aktuell sehen die Tennis Buchmacher Bwin, Tipico und Betway das deutsche Ausnahmetalent lediglich als Außenseiter bei den US Open Wettquoten. Das kann sich aber im Verlauf der Hartplatzsaison noch ändern. Vor allem die Turniere in Toronto und Cincinnati gelten dabei als wichtige Gradmesser auf dem Weg nach Flushing Meadows.