Rogers Cup 2018 Wetten & Quoten

Von 4. bis 12. August gastiert die Tennis-Welt beim Rogers Cup in Kanada. Während die Herren in Toronto aufschlagen, findet das Damenturnier in Montreal statt. Seit 1991 wechseln die Austragungsorte im Zweijahres-Rhythmus. Somit spielen ATP und WTA abwechselnd in den beiden Metropolen. Der Rogers Cup, früher als Canadian Open bekannt, findet bereits seit 1892 statt und gehört somit zu den traditionsreichsten Veranstaltungen im Kalender. Der Coup Rogers gilt im WTA und ATP Spielplan als Teil der US Open-Series, einer Reihe von Tennisturnieren, die den Weg zum letzten der vier Grand Slam Turniere des Jahres markieren und für Flushing Meadows eine gute Standortbestimmung sind. Dementsprechend lässt das Abschneiden der Tennisstars in Kanada schon Rückschlüsse auf die US Open Wettquoten zu.

Rekordsieger im Herreneinzel ist der Tscheche Ivan Lendl, der in den 1980ern sechs Mal den Pokal in die Höhe stemmen durfte. Der erfolgreichste noch aktive Spieler ist Novak Djokovic mit vier Erfolgen. Bei den Damen war die Kanadierin Lois Moyes Bickle anfang des 20. Jahrhunderts gleich zehn Mal erfolgreich. In der jüngeren Vergangenheit zeichnete sich das Turnier jedoch durch viele verschiedene Siegerinnen aus. Keine Spielerin aus dem aktuellen Teilnehmerinnenfeld konnte bislang öfter als einmal gewinnen.

Das sind die Rogers Cup 2018 Champions

Bei den Herren setzte sich mit Rafa Nadal der Favorit auf den Finalsieg durch. Nadal stand im Finale mit Stefanos Tsitsipas dem Überraschungsmann des Turniers gegenüber. Der Grieche hatte zuvor sensationell die Top Spieler Thiem, Djokovic, Zverev und Anderson eliminiert. Gegen Rafa Nadal war dann aber im Finale Endstation.

Rogers Cup 2018 – Finale Herren
🇪🇸 R. Nadal 🏆  6:2, 7:6 (7/4) 🇬🇷 S. Tsitsipas 

Bei den Damen kam es zum erwarteten Duell zwischen Simona Halep und Sloane Stephens. In einem packenden Drei-Satz Finale konnte sich Halep gegen Stephens durchsetzen und somit ihren zweiten Montreal Titel nach 2016 holen.

Coupe Rogers 2018 – Finale Damen
🇷🇴 S. Halep 🏆   7:6 (8/6), 3:6 , 6:4 🇺🇸 S. Stephens

Nächste Titelverteidigung für Zverev?

Bei den Herren ist die Favoritenliste für das Masters 1000 Turnier lang. Topgesetzt geht Rafael Nadal ins Turnier. Der Spanier war bereits dreimal in Kanada siegreich. Nicht nach Wunsch verlief für den Mallorquiner die Auflage 2017, als bereits im Achtelfinale Schluss war. Neben Nadal geht Alexander Zverev als Mitfavorit ins Turnier. Im Vorjahr holte der 21-jährige in Montreal den Titel und nach seinem kürzlichen Erfolg in Washington fährt der Deutsche mit breiter Brust nach Ontario. Bei den Tennis Quoten der Buchmacher Tipico und Bwin rechnet man neben Nadal und Zverev im Kampf um den Titel aber vor allem auch Novak Djokovic gute Chancen aus.

Rogers Cup Quoten Gesamtsieg 2018
Bwin Logo
🇪🇸 R. Nadal 2,20
🇩🇪 A. Zverev 4,50
🇭🇷 M. Cilic 8,00
🇿🇦 K. Anderson  9,00
🇧🇾 G. Dimitrov 10,00
🇬🇷 S. Tsitsipas 11,00
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Novak Djokovic
Tatiana (CC BY-SA 2.0)

Der serbische Superstar kämpfte sich nach schwierigen Monaten eindrucksvoll zurück und konnte in Wimbledon sensationell den Titel erringen. Wenige Wochen vor den US Open will der „Djoker“ eine erneute Duftmarke setzen und die Kanada Masters zum fünften Mal für sich entscheiden. Ebenfalls ein Wörtchen um den Turniersieg mitreden will Juan Martin del Potro. Der Argentinier spielt bislang eine bärenstarke Saison. Nach einer enttäuschenden Performance im Vorjahr will der ehemalige US Open-Sieger heuer zurückschlagen und wie 2009 zumindest das Finale erreichen.

Die Geheimfavoriten in Kanada

Die Top Ten-Spieler Kevin Anderson, Grigor Dimitrov und Marin Cilic zählen ebenso zum erweiterten Favoritenkreis wie Österreichs Hoffnung Dominic Thiem, der die letzten Enttäuschungen in Hamburg und Kitzbühel wettmachen will. Um den Titel mitmischen könnte auch Nick Kyrgios. Zuletzt spielte der als Skandalnudel bekannte Australier stark auf und ist immer für eine Überraschung gut.

Aus kanadischer Sicht ruhen die Hoffnungen auf Milos Raonic und Denis Shapovalov. Der 27-jährige Raonic erreichte 2013 das Endspiel. Nach einer längeren Verletzungsmisere kam die Nummer 28 der Welt zuletzt wieder besser in Form und könnte in seiner Heimat überraschen. Dies gelang im Vorjahr Shapovalov, als der 19-jährige als Qualifikant erst im Semifinale am späteren Sieger Sascha Zverev scheiterte.

Coup Rogers ohne Federer

Der große Abwesende heißt in Toronto Roger Federer. Etwas überraschend verzichtet der zweifache Kanada-Sieger und Vorjahresfinalist auf eine Teilnahme am Rogers Cup. Dementsprechend eng wird es für „FedEx“ im Kampf um den Spitzenplatz im ATP Ranking. Bei den US Open 2018 sollte man Federer dennoch nicht abschreiben. Schließlich ist der Schweizer ein absoluter Grand Slam Spezialist und hält nicht umsonst sämtliche ATP Rekorde.

Viele Favoritinnen im Damenbewerb

Auch bei den Damen zählt der Rogers Cup als Premier 5 zu den prestigeträchtigsten Turnieren des Jahres. Wie im Herreneinzel gibt es zahlreiche Favoritinnen, wobei allen voran Simona Halep und Angelique Kerber zu den heißesten Anwärterinnen zählen. Die rumänische Weltranglistenerste Halep fühlt sich in Toronto pudelwohl. 2016 feierte Halep hier den Titel nachdem sie im Vorjahr bis ins Finale vordringen konnte. Auch 2017 war Halep erneut unter den letzten Vier.

Rogers Cup Quoten Gesamtsieg 2018
Tipico Logo Bwin Logo
🇷🇴 S. Halep 3,00 2,75
🇺🇦 E. Svitolina 4,50 4,50
🇺🇸 S. Stephens 5,50 5,50
🇫🇷 C. Gracia 10,00 11,00
🇦🇺 A. Barty 10,00 11,00
🇳🇱 K. Bertens 12,00 12,00
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Heiß auf den Turniersieg ist auch Haleps Dauerrivalin Caroline Wozniacki. Die Dänin konnte den Rogers Cup 2010 gewinnen, wartet aber seitdem auf einen weiteren Titel. Im Vorjahr unterlag sie erst im Finale Elina Svitolina. Die heuer stark aufspielende Ukrainierin, die bereits drei Turniersiege auf der Habenseite hat, zählt auch in Toronto wieder zu den absoluten Topfavoritinnen und möchte als erste Frau seit Martina Hingis (1999 und 2000) die Mission Titelverteidigung erfolgreich gestalten.

Deutsche Hoffnungen ruhen auf Kerber

Aus deutscher Sicht ruhen die Hoffnungen auf den Schultern der Wimbledon-Heldinnen Angelique Kerber und Julia Görges, wobei speziell Erstere zu den absoluten Topfavoritinnen zählt. Ebenfalls auf der Rechnung muss man Sloane Stephens haben. Die US-Amerikanerin erreichte im Vorjahr das Halbfinale und könnte heuer den nächsten Schritt machen. Nach der Turnier Absage von Serena Williams ruhen die amerikanischen Hoffnungen auf Stephens. Für Furore könnte auch die tschechische Mannschaft sorgen. Petra Kvitova hat den Rogers Cup bereits gewonnen und auch die ehemalige Nummer eins Karolina Pliskova gehört zum Kreis der Mitfavoritinnen. 2017 überzeugte auch Lucie Safarova mit dem Viertelfinaleinzug, die 31-jährige fühlt sich in Toronto wohl und könnte auch heuer überraschen.